Generaldirektorat für Gemälden und Museen  
 
    ÇANAKKALE MUSEUM

    Ihre Geschichte 
    Die Vorbereitungen für Museumdienste, wurde mit der Sammlung der historischen Werke von dieser Region in einem alten Kirchengebäude im Zafer Platz (Meydaný) im Jahre 1936 begonnen. Später wurde dieses Gebäude neu eingerichtet und als Direktorat geordnet und im Jahre 1960 eröffnet. Im Jahre 1984 führte man das Museumdienst im neuen Museumgebäde auf der Atatürk Strasse (Caddesi) weiter.

    Der Ausstellungssaal des Museum

    Saal 1. am Eingang: In dieser Abteilung befindet sich eine grosse Wandplatte, auf der die antiken Siedlungsgebieten von Çanakkale gezeigt werden und eine Lichttafel, auf der die Siedlungsschichten der antiken Stadt Troia gezeigt werden. Ausserdem werden Keramike aus Çanakkale, die Ende des 17. Jhr. und am Anfang des 20. Jhr. in der Region von Çanakkale hergestellt wurden und Keramikexemplare aus der Spätzeit, vom 19. und 20. Jhr. ausgestellt. Çanakkale, die das wichtigste Herstellungszentrum von Keramiken im Osmanischen Staat war, errang ihre Namen von dem irdenen Geschirr, dass hier hergestellt wurde und in das Ausland verkauft wurde. Bei der Herstellung der Keramike wurde porige, rote und selten auch beigenfarbige Erde verwendet. Hier werden von der Form her Krüge, Schüssel, Teller und Zuckerdosen ausgestellt und neben den Versehungsstil von dunkelbraunen und grünglasierten Monochromexemplaren, befinden sich auch Exemplare von Unterglasurtechniken, die durch Mischung von gelben, grünen und braunen Farben hergestellt wurden.

    In einer Ecke des Saales befinden sich Konsole, die in einem Konak in Çanakkale verwendet wurden und einer der schönsten Beispiele der Holzbearbeitung des 19. Jahrhunderts sind. Die Menschenfiguren auf den Konsolen, spiegeln gleichzeitig plastische Kunst ihres Jahrhunderts.

    Ausserdem werden in diesem Saal Grabgemälden und Ostotheken ausgestellt, die aus den antiken Städten der Region Troas und aus Kyzikos, die sich in der Region Mysia befindet, stammen. Die Grabgemälden stammen aus der hellenistischen und römischen Zeit und thematisch hergesehen wurden Grabessen, Verabschiedungsszenen, Heros auf Pferd, Heros neben dem Pferd u.ä. gelobte Themen dieser Zeit beschrieben. Diese Begrabungsweisse, die einer der Begrabungstraditionen der antiken Zeit war, verwirklichte durch die Beilage von den hinterbliebenen Knochen und Grabgeschenken in einen Steinsarkophagen nach der Kremation des Toden, die Ostothek genannt werden.

    Saal 2.: In diesem Saal befinden sich die ältesten Sammlungen des Çanakkale Museums und die Werke von Troia. In den Schaufenster, die sich im Saal befinden, werden Fossilien, Äxte aus der älteren Steinzeit, prähistorische Funde von der Hügel Beþige und Werke von den Schichten aus Troia ausgestellt. Die Ausgrabung von Troia wurde im Jahre 1870 begonnen und dauert, statt einiger Unterbrechungen, immer noch. Der Grabhügel ensteht aus 9 Siedlungsschichten die zwischen den Jahren 3000 v.Chr.- 500 n.Chr. datiert werden. Die Funde, der Siedlungsschichten von Troia werden im Saal in den Schaufenstern Troia-I, Troia-II, Troia-III-VI-V, Troia-VI-VII, Troia- VIII-X ausgestellt. Ausser den Alltagsgefässen, befinden sich in den Schichten gefundene graue Monochromgefässe, Myken Keramike, Depas Amphikypelone, Keramike,die Buckel Keramike genannt werden, Löwenköpfe aus Steinkristal, Amulete, Idolen und Werke aus Bronze und Elfenbein, die die Kunstwerke der antiken Stadt Troia wiederspiegeln und Daten über das alltägliche und religiöse Leben geben.

    Saal 3.: In den Schaufenstern von diesem Saal werden hellenistische Zeitwerke, die in den Tumulusen von Çan und Yenice gefunden wurden und Nekropolenfunde von Bozcaada aus dem 7-2. Jhr. v.Chr. ausgestellt. Die Ausgrabungen von Bozcaada (Tenedos) wurden in den Jahren 1959, 1969, 1990, 1991, 1992 durchgeführt. Und die, die in diesen Ausgrabungen gefundenen Kontexe, die in 51 Gräben und Kontexen ausgegraben wurden und in denen sich die einfarbigen, grauen und die Keramike von Korinth zusammen befinden, sind besonders Bedeutungstragend. Ausser den meisten importierten Keramiken aus Attika und Korinth, sind die charakteristisch grau monochromfarbigen Keramike aus der Region von Aiolis, einer der schönsten Beispiele ihrer Art. Die Überzahl, der importierten Keramike in den Gräben, zeigen uns, dass die Insel in der antiken Zeit ein wichtiger Hafen, des Seehandels war. Unterdessen tragen die Figürchen aus Tarrakotta unter den Keramiken aus Attika in ihrer Verschiedenheit und Qualität eine besondere Wichtigkeit. In der Ausstellung befinden sich Beispiele von diesen Figürchen.

    Saal 4.: In den Schaufenster, die sich in diesem Saal befinden, befinden sich Funde von der Ausgrabung des Tumuluses von Dardonos (6-2.Jhr. v.Chr.). Der Tumulus von Dardonos ist ein Hügel, dass sich im Norden der antiken Stadt Dardonos befindet und 11 km. südwestlich von Çanakkale entfertnt ist. Das Grab wurde durch die Ausgrabung des Hügel im Jahre 1959 erreicht. Das Grabdenkmal besteht, wie man es auf der Lichttafel sehen kann, aus einem Korridor, Vorzimmer und aus dem Hauptgrabzimmer. Das Grab ist ein Familliengrab, dass man von den Funden der klasischen, hellenistischen und römischen Zeit herausstellen können. Unter den ausgestellten Funden befinden sich bronzene Kremationsgefässe mit Schriften, Schmuckwaren, Gemmas, goldene Fingerringe, Kränze und Diademe, Leuchter, Textilienstücke, Sandalleten, Gegenstände aus Holz und Klinestücke. Das schönste Werk dieses Saales ist die Statuette aus Tarrakotta der Aphrodite, die eine landliche Kopie der Aphrodite von Knidos ist. Diese Statuette, die in der Literatur der Weltarchäologie als Aphrodite von Dardonos bekannt ist, ist einer der ähnlichsten Kopien der Originalen. Ausserdem befinden sich ausser der Aphrodite, auch eine Gruppe von Eros Figürchen aus dem 2. Jhr. v.Chr., deren ähnliche in Myrina gefunden wurden, unter den Funden des Tumulus.

    Saal 5.: Hier werden die Werke aus den Ausgrabungen von Assos (Behramkale) und Gülpýnar (Heilige Gelände von Apollon Smintheion), ausgezeichnete Münzenexemplare und Glaswerke ausgestellt.

    Das Dorf Behramkale, dass 17 km. von Ayvacýk entfernt liegt, ist ausser dem Tourismus, dass sich in den letzten Jahren aktiviert hat, auch durch die antike Stadt Assos berühmt geworden, die vom 8. Jahrhundert v.Chr. bis zur Osmanenzeit ununterbrochen besiedelt wurde. Nach den ersten Ausgrabungsarbeiten zwischen den Jahren 1881-1883, führen die Ausgrabungen seit 1980 ununterbrochen weiter. Ausser den Athena Tempel aus dem 6. Jahrhundert v.Chr. und die Stadtmauer aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. weckt in Assos auch die antike Nekropole, die in den letzten Jahren ausgegraben wurde auf Ansehen. Von den Ausgrabungen der Nekropole kommen viele archäologische Funde. Kremationgefässe deren kleine Mündungen mit Beuteln bedeckt wurden, Figürchen aus Tarrakotta, in sehr verschiedenen Positionen, die aus der Nekropole kamen und sich in der Ausstellung von Assos befinden, sind die bemerckenswertesten Werke des Çanakkale Archäologiemuseums. In den Schaufenstern von Assos, befinden sich ausser diesen originalen Figürchen auch Keramike aus Attika und Korinth und phönizische Gläser.

    In der Ausstellung von Gülpýnar- Smintheion dagegen werden Glas Unguentariume ausgestellt, die aus den Ausgrabungen des heiligen Geländes von Apollon Smintheion gefunden wurden, die sich innerhalb der Grenzen des Dorfes Gülpýnar, bei der Gemeinde Ayvacýk befindet und auch goldene Kugelchen, Blumenzierstücke, Figürchen aus Tarrakotta und Geräte aus Knochen , die aus den Ausgrabungen der Nekropole von Dardonos gefunden wurde, befinden sich in der gleichen Ausstellung. Der Tempel von Apollon-Smintheion, dass das Zentrum für Wahrsagung und Versammlung der Troas Stadt Aleksandria der römischen Zeit war, verbindete sich gleichzeitig durch eine Steinstrasse an dei Stadt. In diesem Tempel, dass das einzige Kultzentrum der Region von Troas war, stellte man das Schicksal mehrerer antiken Städte und Menschen dieser Region fest. Obwohl man bei den Ausgrabungen noch keine Wahrsagungsfunde gefunden hat, sind die Verschiedenheit und Reichheit der kleinen Funde ein Beweiss, dass der Tempel von vielen Menschen der Region von Troas besucht wurde.

    In den Schaufenstern befinden sich auch verschiedene Funde der Bildhauerei und Architektur von der Umgebung Çanakkale und auch Amphoren.

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