Generaldirektorat für Gemälden und Museen  
 
    DÝE TRÜMMERFELDER VON ÇORUM

    Das Trümmerfeld Alacahöyük

    Alacahöyük, liegt 45 km. südlich von Çorum, 17 km. nordwestlich zur Gemeinde  Alaca, innerhalb des Siedlungsgebietes des Dorfes Alacahöyük und ist 34 km. von Boðazköy 34 km. und 210 km. von Ankara entfernt.

    Der Grabhügel wurde zum ersten mal von W.C. Hamilton im Jahre 1835 bekannt gemacht und wurde nach diesem Jahre ein Besuchsort der Wissenschaftler, die in Zentralanatolien reisten. Im Jahre 1861 kam G. Perrot während seiner Anatolien Reise zu diesem Grabhügel und entdeckte den Plan, des viereckigen Turmes an der rechten und linken Seite des Tores und ein Stück von den Orthostaten. Perrot war auch der erste Wissenschaftler nach dieser Untersuchung, der behauptete, dass diese Prägungen aus Hethiterzeit stamme.


    W. Ramsey, der bei der Geschichtsgeographie von Anatolien sehr grosse Dienste leistete, untersuchte mit Wilson im Jahre 1881 den Grabhügel und fügte einige Prägungen zu. Als E. Chantre im Jahre 1893 nach Anatolien kam, ging er zum Grabhügel und endeckte dort die viereckige Vorhalle zwischen Sphinxen und dahinter das zweite Tor und die Rahmen des Tores. Chantre, der die Mulagearbeiten der Prägungen übernahm, behauptete wie Perrot nach den Untersuchungen auf den Prägungen, dass dieses Ort kein Palast, sondern mehr ein Tempeleingang wäre. Chantre, der auch die Löwen im Süden des Tores mit Sphinxen untersuchte, bekräftigte seine Meinung nach dem Bericht von Ramsey , dass die Schrift, dass sich auf einem dieser Tore befindet, in phyrigischer Sprache geschrieben wurde.

    Später nach dem Vorschlag von H. Winckler, der seit dem Jahre 1906 in Boðazköy Untersuchungen durchführte, von Makridi Bey und vom Direktor des  Ýstanbul Archäologiemuseum Halil Ethem Bey beschlossen sie im Grabmal Untersuchungen durchzuführen. Makridi Bey arbeitete im Jahre 1907 ungefehr 15 Tage am Tor mit Sphinxen und fand vor dem Eingang einige Orthostate. Nach Bohrarbeiten an einigen Stellen des Grabhügels, sah er das Potern (Eingang) am Nordrand des Grabhügels und verglich es mit dem Potern von Boðazköy.

    Die ersten systematischen Ausgrabungen im Grabhügel, wurden in der Republikzeit von Atatürk begonnen. Die ersten Ausgrabungsarbeiten vom Jahre 1935, die im Auftrag der Türkischen Geschichtsgesellschaft von Hamit Zübeyr Koþay, Remzi Oðuz Arýk und Mahmut Akok verwirklicht wurden, wurden bis 1983 durchgeführt. Die Ausgrabungen, die nach diesem Datum gestopt wurden, wurden im Jahre 1997 von Prof. Dr. Aykut Çýnaroðlu wieder begonnen.

    Nach den Ergebnissen der Untersuchungen und Ausgrabungen stellte man im Grabhügel von Alacahöyük, dass von der Kalkolitikum Zeit bis heute ununterbrochen besiedelt wurde, 4 Kulturschichten.

    Diese Schichten, die die Zeiten des Kalkolitikum, Altbronze, Hethiter und Phyrigier umfassen, werden untereinander in 15 verschiedenen Architekturschichten geteilt. Nach dem, befinden sich die;

    Kalkolitikum : 4000-3000 v.Chr. auf der Hauptoberfläche der15-9 Schicht,
    Altbronzezeit : 3000-2000 v.Chr. in der 8-5 Schicht,
    Hethiterzeit : 1800-1200 v.Chr. in der 4-2 Schicht,
    Phyrigierzeit : 750 v.Chr. in der 1 Schicht.

    Die erste Siedlung im Grabhügel aus der Kalkolitikum Zeit, wurde auf einer Fläche nach Süden schauend verwirklicht, dessen nördliche Seiten mit Hügeln beschützt wurde und vom Wasserspiegel hoch stand, aber diese Siedlung konnte sich von einem Dorf nicht weiter entwickeln. In dieser Zeit stützte sich die Architektur an Steingründe und an Luftziegelwände, der Dach wurde mit Schilf und Röhren bedeckt und mit Erde befestigt.

    ­­Die Altbronzezeit, die mit 4 Bauschichten vetretet wird, gewann mit den 13 Königsgraben in Alacahöyük ein wichtige Bedeutung. Die Gräber, die in den 5. und 7. Schichten vermutet werden, befinden sich in einem besonderen Gelände der Stadt. Diese können aus ihrer Formen her als einigartige Grabexemplare von Anatolien, sogar von ganz Vorderasien bezeichnet werden. Die Graben stammen von erwachsenen Männer und Frauen. In diese Grabe wurden keine Kinder und Kleinkinder begraben. Ausserdem traf man auch in diesen Graben auf keine vielzählige Begrabungen. Genau entgegengesetzt der anderen Grabtypen von Zentralasien, gibt es bei den Gräben und der Richtung der Toten in Alacahöyük eine Einheit. Die Totengeschenke sind die reichsten und verschiedensten, die in der Altbronzezeit und Vorderasien gefunden wurden. Unter diesen befinden sich Sonnenscheiben, Statuen von Elchen und Stieren, Schmuckwaren, Kampfwaffen wie Dolche, Schwerte, Äxte und Werke aus Tarrakotta, Stein, Gold, Silber, Bronze, Kupfer und aus Elektron, die man bis heute in anderen Kulturregionen nicht begegnete. Das Architektursystem der Altbronzezeit von Alacahöyük, bezieht sich auf die authentische Bautechnik von Anatolien; nach dieser Technik sind die Bauwerke aus Steingründen, Luftziegelwänden, Geradedecken, Mörtelboden und Erdedächen gebaut.

    Die Hethiterschichten, die heute das besichtbare Teil von Alacahöyük bilden, bestehen aus drei Bauschichten. In dieser Zeit wurde am Rande des Grabhügels ein Schutzsystem von 250 m. Durchmesser gebildet und auf diesem Schutzsystem zwei Haupteingänge in die Stadt festegestellt. Einer von diesen ist das Tor mit Sphinx im Südosten und das andere im Westen des Grabhügels.

    Auf dem Tor, dass das religiöse Tor der wahrscheinlichen Stadt im Grabhügel bildet, befinden sich zwei Sphinxe. Auf den Sphinxprotomen, die auf mehr als zwei meter hohe monolitische Steinlento bearbeitet wurden, sind die Häupte sehr bemerkenswert. Die Sphinxe mit grossen und prallen Körper, stehen auf getrennten und kurzen Beine. In der inneren Seite des Sphinxes im Osten, befindet sich ein doppelköpfiges Adler, dass in den Krallen einen Hasen trägt.

    Die Prägungen, die sich unter den Turmen im Westen und Osten des Tores mit Sphinx befinden, wurden mit Flachprägungstechnik bearbeitet und die Einzelheiten plastisch dargestellt. Fast alle Orthostate des Westturmes werden als Friesen verfolgt. In diesem Teil sieht man unten die Kult-Libation Themen und oben dagegen Jagdszenen. Der König und die Königin, die in Festzeremonien des Gewittergottes, die man auch von hethitischen Religionstexten weiss, zum Hauptpriester und Priesterin wurden, wurden hier im Gebetsszenen gegenüber dem Stier dargestellt und in den folgenden Prägungen die anderen Seiten der Zeremonie dargestellt. Auf den Prägungen auf dem Ostturm befinden sich Leute, die vor der sitzenden Göttin beten; dies zeigen, dass die Kulltzeremonien weiterführen.

    Nach der Betretung des Tores mit Sphinx, nach dem Eingangskomplex befindet sich rechts die Grundlagen eines hethitischen Bauwerkes, dass als Tempel- Palst bezeichnet wird. Dieses Bauwerk ensteht aus verschiedenen Lagerräumen und aus anderen Komplexen.

    Das Trümmerfeld Boðazköy

    Das Trümmerfeld Boðazköy (Hattusas), befindet sich 82 km. südwestlich vom Bezirk Çorum und liegt 208 km. von Ankara entfernt. Das Trümmerfeld Boðazköy (Hattusas), dass sich im Zentrum der alten Kernregion des hethitischen Staates befindet, ist von der Südspitze des Budaközü Flusstales, mit zahlreichen von 300 m. hohen Felsblöcken und Bergrände von Norden nach Süden mit tiefen Ränden umgrenzt. Die Stadt ist nach Norden offen und ausser der Nordseite sind alle Richtungen mit Stadtmauern umkreist.

    Das Trümmerfeld Hattusas wurde zum ersten mal im Jahre 1834 von Charles Texier bereist und der ganzen Welt bekant gemacht. Die erste Verbindung zwischen dieser Überreste und des Hethiter Staates hat Sayce festgestellt. Bis dahin glaubte man, dass das Zentrum der Hethiter in Syrien wäre. Im Jahre 1882 kam Carl Human mit Otto Puchstein nach Boðazköy und bereitete zum ersten mal einen Gesamtplan. Sie bearbeiteten auch die Form der Yazýlýkaya, die sich heute noch im Pergamon Museum befindet. E. Chantre verwirklichte seine erste Testausgrabung in den Jahren 1893-1894, untersuchte Boðazköy bis 1905 mit Makridi und H. Winckler zusammen und führten die Ausgrabungen bis zum Jahre 1917 weiter fort. Die systematischen Ausgrabungen, die im Jahre 1932 von Kurt Bittel im Auftrag des Deutschen Archäologie Institutes begonnen wurden, wurden nach einer kurzen Pause während des II. Weltkrieges wieder begonnen und bis zum Jahre 1978 ununterbrochen fortgeführt. Die Ausgrabungsarbeiten, die vom Jahre 1978 bis 1993 unter Führung von Dr. Peter Neve durchgeführt wurden, übernahm seit 1994 Dr. Jurgen Seeher.

    Im Trümmerfeld von Boðazköy (Hattusas) trifft man ab III. tausend v.Chr. auf Siedlungen. Man stellte fest, dass die kleine und sichere Siedlung in dieser Zeit in Büyükkale und Umgebung niedergelegt wurde. Man trifft im 19. und 18. Jahrhunderten v.Chr. in der unteren Stadt auf Siedlungen von der Zeit der assyrischen Handelskollonien und begegnet den Namen dieser Stadt zum ersten Mal in schriftlichen Dokumenten in dieser Epoche.

    Die erste Entwicklungsphase in Hattusas verendete durch einen grossen Brand und vermutlich ist der Kuschara König Anitta verantwortlich für diesen Brand. Nach den Dokumenten her wurde Hattusas gleich nach dieser Vernichtung, in den Jahren 1700 v.Chr. wieder besiedelt und wurde in den Jahren 1600 v.Chr. zur Hauptstadt des Hethitischen Staates; der Gründer ist wie Anitta auch ein Kuschara abstammender; I. Hattuþili.

    Nach dem Hattusas zur Hauptstadt wurde, treffen wir an der Spitze der Entwicklung auf eine monumentale Bebauung; mit einem 2 km. breiten Stadtpalast, Tempel und Stadtteilen errang sie den Punkt im 13. Jahrhundert v.Chr. In der zweiten Entwicklungsphase von Hattusas, in den letzten Jahren des Imperiums wirkten von innen und aussen drei wichtige Hethiter Könige. Diese Könige sind III. Hattuþili, oðlu IV. Tudhalia und sein Sohn II. Þuppiluliuma. In den letzten Jahren der Zeit des II. Þuppiluliuma (1190 v.Chr.) zerfiel wegen ökonomischen Gründen und innerliche Unruhen der Hethiter Staat und somit wurde Boðazköy 4 Jahrhunderte lang verlassen. Später besiedelten die Phyrigier (Mitte des 8. Jhr. v.Chr.) diesen Ort. In der hellenistischen und römischen Zeit (3. Jhr. v.Chr. - 3. Jhr. n. Chr.) wurde Hattusas zu einem Fürstenzentrum mit kleinen Stadtmauern umkreist und in der byzantinischen Zeit zu einem Dorf.

    Der Teil von Hattusas, dass als Obere Stadt bekannt hat eine gefällige Fläche von mehr als 1 km². Dieses Gelände wurde im 13 Jahrhundert v.Chr. Zeuge der Entwicklung der Stadt in der Spätkaiserzeit. Eine breite Fläche der Oberen Stadt ensteht nur aus Tempeln und heiligen Stätten. Die Obere Stadt ist von einer kurvenartigen Stadtmauer von Süden umkreist und besitzt auf dieser Mauer 5 Tore. In der südlichsten Spitze der Stadtmauer und des höchsten Punktes Stadt befindet sich die Bastion und das Tor mit Sphinxen.Von den anderen Toren befinden sich die zwei gegenseitige Königstore und Löwentore, die sich auf der südlichen Stadtmauer an den Ost und West Spitzen befinden.

    Die Bebauung in der Oberen Stadt besteht aus drei Phasen. Die erste Phase ist mit dem Bau der ersten Stadtmauer zeitgenössisch. Die zweite Phase ist die Phase, die nach der neuen Bebauung der ersten Zerstörungen der Stadtmauer und des Tempels verwirklicht wurde. In der letzten Phase begann man ausser den religiösen Bebauungen und der Renovierungen und Reparaturen der vorhandenen Bauwerke, keine Bauwerke mehr. Das Gelände, dass in der Oberen Stadt als Tempelteil bekannt ist erstreckt sich von dem Sphinxtor bis zur Niþantepe und Sarýkale. Auf diesem Gelände endeckte man viele Tempel aus verschiedenen Phasen. Der hauptsächtliche Charakter der Tempelpläne besteht von einer mittleren Halle und engen Vorräume und von Kultraumgruppen, die aus tiefen Haupträumen das Bauwerk Formen.

    Die Materialien, die aus den Tempel erworben wurden sind in fünf Gruppen eingeteilt.

    1- Keramike,
    2- Geräte,
    3- Waffen,
    4- Kult Objekte,
    5- Schriftliche Dokumente.

    Am Eingang der Oberen Stadt, auf der Niþantepe und Güneykale gleich vor der Büyükkale sind die Post- hethitischen Bebauungen bemerkenswert, dass sie Phyriegier Siedlungen aus dem 7-6 Jahrhundert v.Chr. sind. In der Zeit der Hethiter wird dieses Gelände topographisch in drei Teilen untersucht:

    Der Durchgang (viaduct) im Süden von Büyükkale, ist das Siedlungsgebiet Gðneykale und das Plato, dass in beiden Seiten der Strasse zur Oberen Stadt zuvor besiedelt wurde.

    Ausser dem Nord und Südgebäude ist auch das Westgebäude und der Palastarchiv sehr wichtig. Man vermutet zwei Kellergeschosse am Rande vom Brand zerstörten Gebäude zu haben. In diesen zwei Kellergeschossen fand man ungefehr 3300 Bulla und 30 Kehlschrifttafel. Das 2/3 der Bullas tragen grosse Königssiegel und vetreten in chronologischer Reihenfolge die Könige vom I. Þuppiluliuma bis zum letzten König von Hattusas und gleichseitig sein Enkel II. Þuppiluliuma. Neben den Königssiegel, fand man auch Königinsiegel.

    Die Bebauung von Güneykale dagegen wurde von II. Þuppiluliuma verwirklicht. Auf diesem Gelände ist ein Steinbecken und in drei verschiedenen Punkten, drei verschiedene Bauwerke vorhanden. Von den als Raum 1 und 2 benannte Räume, befindet sich der Raum 2 im Westen der nördlichen Ecke des Steinbecken. Dieser einheitliche Raum hat einen parabolförmien Kuppel, dass nach innen enger wird. In Raum 1 dagegen fand man als in situ wenige Überreste. Alle drei Wände des Raumes 2 sind mit Prägungen versehen. Auf der Hauptdarstellung an der gegenüberstehenden  Wand, befindet sich eine sich nach links gewendete Figur mit langer Kleidung. Auf seiner runden Kopfbedeckung befindet sich eine Sonnenscheibe und an der linken Hand hat es das Motiv Litus, an der rechten dagegen das Ankh. Auf der östlichen Wand befindet sich eine Prägung von Þuppiluliuma. Auf der Westwand gegenüber dagegen befindet sich die Hieroglyphentafel.

    Die Ausgrabungen in Büyükkale im Trümmerfeld Hattusas, haben die Palaste der Hethiterkönige aus dem 13.-14. Jahrhundert v.Chr. und die Stadtmauern an das Tageslicht gebracht. Die Stadtmauer, deren Eingangstor im Südwesten ist, wurde mit Kastenwandtechnik erbaut.

    In Büyükkale kann man kein kompletes Palastwerk sehen, die unterschiedlich grossen und artigen Bauwerke, die in den Ausgrabungen gefunden wurden, bilden durch grosse Innenräume, Hallen und durch Säulengallerien ein Ganzes in der Burg. In der Burg befinden sich Archivräume, Lagerzimmer, ein grosser Empfangssaal, Gebäuden und heilige Räume des Wasserkultes. Nach der Zeit der Hethiter fand man Bauüberreste von Phyrigier.

    Einer der grössten Architekturgeländen in Boðazköy ist der grosse Tempel (Tempel Nr.1). Der Grosse Tempel, der den Zentrum der Nordstadt in Hattusas bildet, wurde als Haus des Gewittergottes der Hati und des Sonnengottes der Stadt Arinna erbaut. Der Tempel besteht aus zwei Aditone und um die Umgebung des Tempels befinden sich Steinstrassen, Plätze und Lagerzimmer in vier Richtungen. Der Grosse Tempel trennt sich von den Stadtteilen des Grossen Tempels mit einer Temonoswand. Das der Grosse Tempel, dass sich auf einer steinernen Terasse befindet, ausser einer religiösen Zentrum, auch als ein ökonomisches Zentrum diente, wurde durch die grossen Tongefässe in den Magasinen herausgestellt. Wiederrum der Fund von Tafeln in den Ostmagasinen stellte heraus, dass sich hier auch ein Archiv befand.

    Der Umkreis des Grossen Tempels ist mit Bauwerken umgeben, die zweitgradige Bedeutung trugen.

    Das wichtigste von ihnen ist das Randhaus. Sie ist durch ihre Grösse, durch ihren Plan und durch ihren Mehrstöcken bemerkenswert.

    Yazýlýkaya Tempel

    Der Yazýlýkaya Tempel befindet sich 2 km. nordöstlich des Hattusas Trümmerfeldes und besteht aus zwei Felsräumen, die die architektischen Eigenschaften der Hethiter wiederspiegeln.

    Diese Räume des Yazýlýkaya Tempels, die in Felsen erbaut wurden, werden als Grosse Gallerie (A Raum) und Kleine Gallerie (B Raum) genannt.

    Die Westwand der Grossen Gallerie (A Raum) ist mit Götterprägungen, der Ostwand dagegen mit Göttinprägungen versehen und die Figürchen an beiden Wänden wenden sich an die Stelle der Hauptszene, wo sich die Ost und Westwände mit der Nordwand vebinden. Die Götter haben meist eine spitzen Hut und ein kurzes Kleid, Schuhe mit gehobenen Spitzen und Ohrringe an. Am meisten tragen sie ein gekrümmten Schwert oder eine Keule. Alle Göttinen tragen ein langes Kleid und haben einen zylinderförmigen Hut an. Auf der Nordwand befinden sich die Hauptgötter, die die Hauptszene bilden. Hier befindet sich der Himmelsgott Teschup, der über den Berggöttern steht, und seine Frau Göttin Hepatu und dahinter ihr Sohn Scharruma und der doppelköpfige Adler. Die Prägung des König IV. Tuthalia dagegen befindet sich an der Ostwand und ist die grösste Prägung der Gallerie.

    Die Kleine Gallerie(B Raum), die einen anderen Eingang hat werden mit geflügelten Geistern beschützt, die Löwenköpfe und Menschenkörper haben. An der Westwand des B Raumes befinden sich nach rechts gereihte zwölf Götter, an der Ostwand dagegen der König IV. Tuthalia, der vom Schwergott und Gott Scharruma beschützt wird. In diesem Teil befinden sich ausser den gut erhalten gebliebenen Prägungen, drei Nische, die in Felsen bearbeitet wurden und in denen vermutlich manche Geschenke oder die Gefässe der Totesaschen der hethitischen Königsfamillie gestellt wurden.

    Ortaköy Trümmerfeld

    Ortaköy, befindet sich 53 km. südöstlich vom Bezirk Çorum, im Nordosten des Tales von Alaca auf der Mündung, wo sich die Tale von Göynücek, Zile und Amasya treffen. Das Ortaköy Trümmerfeld befindet 2.5 km. südwestlich vom Ort Tepelerarasý und Aðýlönü.

    Die Ausgrabungsarbeiten im Ortaköy Trümmerfeld begann im Jahre 1990 unter Führung des Direktorates des Çorum Museums und führte die Untersuchungen im Jahre 1991 weiterfort. Die Ausgrabungsarbeiten, die nach dem Jahre 1992 von Prof. Dr. Aygül Süel übernommen wurde, führen mit der gleichen Mannschaft weiterfort.

    Diese Region wurde wegen ihrer geographischen Besonderheit und landwirtschaftlichen Fruchtbarkeit, seit den ersten Epochen bis heute dauernt besiedelt. Bei den Ausgrabungsarbeiten bis heute, wurden das Tempel- Palast Komplex aus der hethitischen Reichszeit, die mit grossen Steinen erbaut wurde und das zweite Raum, dass als Lagerzimmer bezeichnet wird und 150 m. südöstlich des Tempel- Palast Komplexes liegt, ausgegraben. In den Gebäuden der hethitischen Reichszeit fand man auch Steinkistengräbe aus der römischen Zeit und verschiedene Gegenstände in diesen Gräben.

    Bei den Ausgrabungen fand man im monumentalen Tempel- Palast Komplex über 3000 Kehlschrifttafeln, die die Geschichte und Kultur der Hethiter zu Erleuchten scheinte. Ausser den Tafeln, die im Çorum Museum aufbewahrt werden und religiöse und politische Themen beinhalten und überwiegend aus Briefen bestehen, wurden auch verschiedenförmige Keramike, Metalgeräte, dreieckige Objekte, Schmuckwaren aus Obsidien und Siegel ausgegraben.

    Nach den Kehlschriftdokumenten aus dem Ortaköy Trümmerfeld, wurde der Name von Ortaköy in der Hethiterzeit als Schapinuva vermutet.

    Pazarlý Trümmerfeld

    Das Pazarlý Trümmerfeld, dass sich im Dorf Çikhasan 30 km. nördlich von Alaca befindet, wurde in den Jahren 1937-38 im Auftrag der Türkischen Geschichtsgesellschaft (Türk Tarih Kurumu) von Dr. Hamit Zübeyr Koþay und Mahmut Akok untersucht und nach den Ausgrabungen stellte man fest, dass dieses Ort in den Zeiten des Kalkolitikum, der Altbronzezeit, Hethiter, Phyrigier und der Klassik besiedelt wurde. Die wichtigste Schicht von Pazarlý vertretet die phyrigische Schicht. Bei den Ausgrabungen wurde ein Burgüberrest aus der Phyrigierzeit herausgestellt, und dass die Burg mit Steingrunlage, Luftziegelwänden und auf zweistöckigen Gebäuden als Frontbeschmückung Plattenprägungen verwendet wurden. Auf diesen Platten wurden vorrückende Krieger, Kampf zwischen Löwen- Stier, Kentauren und Bergziegel, die auf das mit Griphon versehenes Lebensbaum steigen dargestellt. Diese Tarrakottas (Tonplatten) sind einer der schönsten Exemplare der anatolischen Archäologie aus dem 7.-6. Jahrhubdert v.Chr..

    Das Siedlungsgelände der phyrigischen Zeit in Pazarlý und ein Model der Burg, dass dieses Gelände umkreist und wiederrum Keramike und die anderen Funde werden in den Museen von Çorum und Alacahöyük ausgestellt, die mehrfarbigen Platten aus Tarrakotta dagegen werden im Çorum Museum und in den Phyrigiersektionen des Museums für Anatolische Zivilisationen in Ankara ausgestellt.

    Eskiyapar Trümmerfeld

    Es befindet sich 5 km. westlich zur Gemeinde 5 km., auf der Landstrasse Alaca-Sungurlu, 25 km. nordöstlich zu Boðazköy und 20 km. südöstlich von  Alacahöyük entfernt.

    Die ersten Ausgrabungsarbeiten in Eskiyapar wurden im Auftrag des Museums für Anatolische Werke unter Führung von Raci Temizer im Jahre 1968 begonnen und führetn bis zum Jahre 1983 weiter. Nach diesem Jahr wurden die Ausgrabungsarbeiten eine kurze Zeit gestopt. In den Jahren 1989-1991 begonnen die Ausgrabungen unter der Leitung des Direktorates des Çorum Museums wieder an. Nach diesen Ausgrabungen stellte man in diesem Grabhügeleine ununterbrochene Siedlung fest. Man stoss im Grabhügel auf Spuren der Altbronze, Hethiter, Phyrigier, Römer und in zwei Phasen auf hellenistische Zeiten.

    Im Nordosten und Westen des Grabhügels fand man die Grunsteine der Stadtmauern der hethitischen Reichszeit. Diese Gebäuden mit rechteckigen Planen und steinplattierte Hallen wurden von den aus Boðazköy und Alacahöyük unterschiedslos im Stil der Hitit üslubuna uygun olarak inþa edilmiþtir. Höyüðün güneydoðu kesiminde Eski Hethiter erbaut. Aus den verbranten Häusern in den Stadtteilen der Hethiterzeit fand man mehrere Werke aus Tarrakotta. Wiederrum die gefundenen geprägten Kultvasen, aus diesen Geländen, bekräftigten die Meinung, dass hier ein religiöses Zentrum war.

    Unter den Hethiterschichten im Grabhügel, fand man während der Untersuchungen der Altbronzezeitschichten unter der Grundlage eines Hauses einen Schatz, dass aus vielen goldenen und silbernen Objekten besteht. Dieser Schatz aus goldenen Vasen, Syrienflaschen, silberne Zeremonieaxt, verschiedenartige Nädel, Perlen, Ohrringe und Armreifen zeigt von der einen Seite mit den Funden aus Alacahöyük, Kültepe, von der anderen Seite mit den aus Troya, Poliochni und Nordsyrien- Mesopotamien eine Ähnlichkeit. Diese Funde werden im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara ausgestellt.

    Yörüklü (Hüseyindede Hügel)

    Nach dem das Gelände von den Unterrichtsmitgliedern Hab. Dr. Tunç Sipahi und Hab. Dr. Tayfun Yýldýrým der Abteilung von Protohistoria und Vorderasien Archäologie der Fakultät für Sprache, Geschichte und Geographie der Ankara Universität gesehen wurde, dass im Ort Hüseyindede Hügel bei der Kleinstadt  Yörüklü der Gemeinde Sungurlu im Bezirk Çorum, wegen illegale Ausgrabungen zerstört wurden, wurde unter Leitung des Direktorates von Çorum im Jahre 1997 eine kurzfrisstige Rettungsausgrabung verwirklicht.

    Nach diesen Untersuchungen fand man in einem Zimmer aus der Althethiterzeit geprägte Vasestücke aus derselben Epoche. Nach der Restauration dieser Stücke, stellte man fest, dass einer der Vasen die Typologie der Ýnandýk Vasen hat. Die andere dagegen war ein Darstellungsband der hethitischen Religionszeremonien. Die bedeutenste Szene auf dem Darstellungsband bildet ein Akrobat, der auf einem Stier Purzelbaum schlägt. An der Mündungsende der grossen Vase in Ýnandýk Typologie, die vier Darstellungsbände hat, befindet sich ein kleines Boot und vier nach innen schaunde Stierköpfe. Auf den Darstellungsbänden werden wieder die hethitischen Religionszeremonien dargestellt. Bei den Ausgrabungen wurden neben diesen geprägten Vasen auch wasserflaschenförmige, rundmündige und langhalsige Krüge, gefunden, deren Formungen schon bekannt waren und  aus der althethitischen Zeit stammen.

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