Generaldirektorat für Gemälden und Museen  
 
    EDÝRNE MUSEUM

    Die Geschichte

    Das erste Archäologiemuseum in Edirne wurde mit dem Direktiv von Atatürk im Jahre 1925 in der Dar-ül Kurr'a Medresse von Mimar Sinan, dass in den Jahren 1569-l575 gleichzeitig mit der Selimiye Moschee erbaut wurde errichte, dass sich im Hof der Selimiye Moschee befindet.

    Weil Edirne ungefehr 91 Jahre Hauptstadt des Osmanischen Staates war, beeinflusste der Palast die Kunst des Volkes und reicherte es aus der Sicht der Ethnographie und deswegen brauchte man ein zweites Museum. Ein zweites Museum unter dem Namen Ethnographiemuseum wurde in der Medresse Dar-ül Tedris, dass sich auch im Hof der Selimiye Moschee befindet am 25 November l936 eröffnet. Dieses Museum wurde finanziel von dem Nationalen Kultusministerium und dem Generaldirektorat für Stiftungen unterstützt und bekam von Museen aus Ankara und Istanbul einige wertvolle Werke als Geschenk.

    In den letzten Jahren vermehrten sich die Werke durch Erkäufe, Ausgrabungen und durch Spenden und die Zahl der Besucher vermehrten sich eventuel auch. Schliesslich benötigte man ein modernes Museum und eröffnete im Jahre 1971 das Archäologie und Ethnographiemuseum.

    Das Museum in der Medresse Dar-ül Tedris dient immer noch als "Museum für Türkisch -Ýslâmische Weke ".

    DAS ARCHÄOLOGÝE UND ETHNOGRAPHÝEMUSEUM

    Die Sektion für Ethnographie: Am Eingang links befinden sich silberne Werke mit Namenszüge, dass von einer Person aus Edirne geschenkt wurde und eine famillienandenkliche Kollektion aus verschiedenen Hausgegenständen, und gleich daneben ein Gebetsteppich aus Gördes, dass auf die Gebetsnische der Selimiye Moschee gelegt wurde und Kelime aus Þarköy aus dem XIX. Jhr. Wiederrum im ersten von den drei Schaufenstern befinden sich Münzen aus der Zeit der Osmanischen Sultane, im zweiten Schätze, die bei Ausgrabungen gefunden wurden und im dritten befinden sich Münzen, die während dem Schmuggel an den Grenzen erworben und hergebracht wurden.

    Einer der wichtigsten Ecken des Saales ist die Abteilung, in der die Zimmer dür Sunna und das Brautzimmer ausgestellt werden. Das Sunnabett (Beschneidungsbett) wurde von 22 stück Bindallý Umschlagtücher zusammengestellt, und darüber wurde ein bearbeitetes Bettzeug aus Atlas aus dem XVIII. Jhr. gelegt.

    Das "Edirnekarî" Schranktür an der Wand, des Sunna und Brautzimmer aus dem XVII. Jhr. sind einer der schönsten Beispiele ihrer Zeit.

    In den Schaufenster im Mitten des Innensaales werden Stildecken, Kaffeeset, Löffel aus dem Schild von Seeschildkröte, tombake Kännchen, Rosenwasserbehälter (Gülabdan), Wasserpfeifengeschirr aus Kristall und Frauen und Männerkleidungen aus Edirne aus dem XIX Jhr. ausgestellt. Wiederrum das Wohnzimmer im gleichen Saal und Geldschubladen mit Edirnekarîtechnik, Schreibschubladen und Kisten sind bemerkenswert.

    Taschentücher, auf der sich verschiedene Motive befinden, die sich auf dem Schaufenster rechts und links am Eingang der Abteilung der Handbearbeitungen  befindet und die Wolldecke, die Atatürk in Edirne verwendete und die Landkarte die er im Balkankrieg verwendete.

    In der Abteilung für Handbearbeitungen befindet sich eine Dorfküche, Teppiche, Kelime und Strohflechttheken, Werkzeuge für die Herstellumg von Schuhen, landwirtschaftliche Mittel und ein Phaeton.

    Die Sektion für Archäologie: An der rechten Seite des Einganges befindet sich die Photographietafel von den ersten Tumulusbegrabungen der Region aus den Jahren 1936-1939, die mit dem Direktif von Atatürk begonnen und links befindet sich eine Landkarte, die das antike Siedlungsplan von Trazien darstellt.

    Die Steinwerke, die an der Wand ausgestellt werden bestehen aus drei Teilen.

    1- Inschrifte
    2- Architektische Stücke
    3- Stelen

    Das Schaufenster, in dem sich Frauenköpfe aus Tarrakotta befindet, ist aus der Sicht der Darstellung der Frauenhaarmodelle von der antiken Zeit bis heute sehr interessant. Im Schaufenster für Schmuggelwerke, werden Werke ausgestellt, die während der Schmugglerei erfasst wurden.

    Im Schaufenster der Kultdokumente von Trazien, befinden sich Stelen von Reitern, wo die trazischen Reiter dargestellt sind, die in der Kampfkunst und im Reiten meieterhaft waren und nach dem tot vergöttlicht wurden.

    An der Wand entlang, befinden sich wieder Statuen aus der römischen Zeit.

    In den vier Schaufenster für Fossilien, werden verschiedene Tierfossilien aus verschiedenen Zeiten, die bis vor 30- 35 Millionen Jahren datiert werden und von den Sand- Kieselwerken und aus Kohlenbergwerken erworben wurden.

    Die prähistorischen Werke, wie Steinäxte, handgemachte Schüsselstücke mit Kerbverzierungen, Handmühlen, die aus der ersten Stadtsiedlungen Odrisia, der grossen trakischen Famillie der Odrisen, dass sie 5 km. nordwestlich von Edirne gegründet haben, werden auf dem horizontalen Schaufenster ausgestellt.

    Die Grabgeschenke aus dem Hacýlar Dolmen, Arpalýk Dolmen und aus den Ausgrabungen von Taþlýca Bayýr Tumulus, werden unter ihren eigenen Namen ausgestellt. Im einen der zwei horizontalen Schaufenster befinden sich Münzen aus Trazien von hellenistischen Königen, im anderen dagegen Münzen aus der Zeit der Fürsten (Beylik), in den beiden diagonalen Schaufenster werden in chronologischer Weisse römische und byzantinische Münzen ausgestellt.

    Im Hof des Museums werden Kapitell der Ýonen, Aiolen, Korinther, Byzans und verschiedene architektische Werke ausgestellt. Ausser diesen Werken, ist der Altar mit Erosprägung und mytologischen Kreaturen beschmückt aus der römischen Zeit und Dolmen und Menhire aus dem Dorf Lalapaþa Hacýlar  bemerkenswerte Werke.

    MUSEUM FÜR TÜRKÝSCH ÝSLÂMÝSCHE WERKE

    Die Werke werden im Hof der Selimiye Moschee in der Dar-ül Tedris Medresse in 14 Räumen ausgestellt.

    Ringerzimmer (Pehlivanlar Odasý); Hier werden Bilder von Ringer die bei den Ringkämpfen von Kýrkpýnar zum Meister wurden (Baþ pehlivan) und die von Kýrkpýnar Aða. Ausserdem wurden auf Puppen ein Ringer und ein Kýrkpýnar Aða dargestellt.

    Das Zimmer für Gegenstände aus Derwischkloster; Es ist einer der wichtigsten Räume des Museums. Es ist das Zimmer, wo die gesammelten Werke, nach den Schliessungen der Dervischkloster (Tekke) ausgestellt werden. An den Wänden, befinden sich handgeschriebene Schriftexemplare, zwei Türflügel, der II. Beyazýd Moschee mit der Kündekaritechnik hergestellt, das handgeschrieben Koran, dass der Sultan II. Selim, der Selimiye Moschee verschenkte und verschiedene Gegenstände.

    Sockenraum; Handgestrickte Wollstrümpfe aus verschiedenen Regionen der Türkei.

    Strick und Plattenzimmer; Hier befinden sich Atlas bedeckte Platten mit Seidenverzierungen, Briefmarkensammlungen, die auf Stoff apliziert wurden, Handtücher mit osmanischen Schriftbearbeitungen in Nischen, Taschentücher und verschiedene Decken.

    Waffenzimmer I-II; Hier werden Osmanische Steinschlossgewähre aus dem Ende des XVII Jhr. und XVIII. Jhr., Rüstungen, Helme, Kavallaristschwerte, Hellebarde, Schilde, Armschienen, Arbolette, Pfeile, Dolche und Janitscharrenkleidungen auf Puppen ausgestellt.

    Das Zimmer für den Balkankrieg; Die blutige Fahne, dass im Balkankrieg verwendet wurde, Brot aus Besenkraut und die Bilder vom Edirne Müdafii Þükrü Paþa.

    Zimmer für Kachel und Keramik; Hier befinden sich Çanakkale Keramike und Krüge aus dem Ende des XVIII. Jhr. und des XIX. Jhr., frühosmanische Keramike und osmanische Wandkachel aus dem XV, XVI und XVII. Jhr.

    Zimmer des Innenpalastes; Hier werden Wandkachel, die im Jahre 1973 in Ausgrabungen im Palast aus dem Palast Edirne des XVII. Jhr..

    Das Gästezimmer von Edirne; Hier befinden sich Kristalspiegel und Konsole, Sofas und Bilder aus Seidenraupen.

    Das Zimmer für Küchengegenstände; Hier werden Küchengeschirr, die im Palast von Edirne verwendet wurden.

    Das Zimmer für Messgeräte; Hier werden Handwaagen, Erhebungsplatten der Astronomie, Sanduhren, Okka und Arþýn ausgestellt.

    Das Zimmer für Holzbearbeitungen I-II; Hier werden Holzwerke mit der Edirnekâritechnik ausgestellt.

    Gallerie; Hier werden Inschrifte von Moscheen von  Edirne, Herbergen, Bäder, Brunnen und Heilbrunnen die nach dem XV. Jhr. verschwanden und die Deckenbäuche der Häuser von Edirne von Ende des XIX. Jhr.

    Die Innenhalle, ist nicht mehr vorhanden. Die Grabsteinsammlung von Janitscharen, die das Vaka-i Hayriye Geschehnis überwunden und bis heute erhalten wurden, tragen eine grosse Bedeutung.

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