Museum für Archälogie in Ýstanbul
Das
Direktorat für die Archäologie-Museen in Ýstanbul, arbeitet
unter der Organisation des Kultusministeriums und dem Generaldirektorat
für Denkmäler und Museen und liegt auf der Osman Hamdi Bey-Strasse
im Stadtviertel Sultanahmet rechts weiter vom Eingang des
Gülhane-Parks.
Die Archäologie-Museen in Ýstanbul
sind drei : Archäologie-Museum, Museum der alten orientalischen
Werke, und Das Gekachelte Haus.
Gegen Ende des 19.Jh. hat der berühmte
Maler und Museumsgründer Osman Hamdi Bey die Archäologie-Museen
in Ýstanbul mit dem Namen Müze-i Hümayun (Museum des Imperatoriums)
gegründet und wurde am 13. Juni 1891 für den Besuch freigegeben.
Es ist das erste “türkische Museum” und ist eines der wenigen
Gebäuden, die als Museum gebaut wurden. Es hat mehr als
eine Million Werke von verschiedenen Kulturen und bewahrt
heute noch seinen verdienten Platz zwischen den grössten
Museen der Welt.
Unter den Sammlungen des Museums
befinden sich vielfältige und wichtige Werke von Völkern
vom Balkan bis Afrika, von Anatolien und Mesopotamien bis
zur arabischen Halbinsel und Afghanistan, die früher unter
osmanischer Herrschaft standen.
ARCHÄOLOGÝE-MUSEUM
Das Archäologie-Museum besteht
aus zwei Gebäuden;
I ) HAUPTGEBÄUDE (ALTES GEBÄUDE)
Osman Hamdi bey hat mit dem Bau
im Jahre 1981 angefangen, und nahm seinen heutigen Stand
mit den dazugebauten Gebäuden im Jahre 1902 und 1908 ein.
Der Architekt ist Alexadre Vallaury. Bei dem Bau der Aussenfassade
bezieht sich auf die Idee des Sarkophag von Alexander und
den Weinenden Fraun. Es ist ein schönes Beispiel für die
neoklassischen Bauwerke in Ýstanbul.
Im oberen Stockwerk des zweistöckigen
Gebäudes gibt es kleinformatige Steinwerke, Bestecke aus
Ton, kleine Statuen aus Ton, die Schatzkammer und ungefähr
800.000 Stück Münzen, Stempeln, Madaillons, aufgeteilt in
islamische und nichtislamische Münzen und eine Bibliothek
mit über 70.000 Büchern.
In den Hallen im unteren Stockwerk
des Gebäudes gibt es das Sarkophag des Alexander, Sarkophag
der Weinenden Frauen, des Satrap, Lykia, Tabnit, und die
Sarkophage, die in den Königsgrab Sayda gefunden worden
sind.
Neben der Ausstellung der Sarkophage
gibt es im unteren Stockwerk auch Ausstellung der Statuen
aus der Antike, wo verschiedene Statuen und Reliefarbeiten
aus den antiken Städten und Gebieten zu sehen sind. Bei
dieser Ausstellung ist die kronologische Ablauf der Bildhauerkunst
von der arkaischen bis zur byzantinischen Zeit mit besonderen
ausgesuchten Werken zu verfolgen.
II ) ZUSATZGEBÄUDE (NEUES GEBÄUDE)
Das
Zusatzgebäude befindet sich in südöstlicher Richtung neben
dem Hauptgebäude und hat 6 Stockwerke. Die beiden Stockwerke
unter dem Eingangsstockwerk bilden das Lager.
Die restlichen vier Stockwerke
des Gebäudes sind Ausstellungshallen eingerichtet. Im ersten
Stockwerk befindet sich "Ýstanbul im Laufe der Zeiten",
im zweiten Stockwerk die Ausstellungshalle "Anatolien
und Troia im Laufe der Zeiten" und im obersten Stockwerk
"die Kulturen in der Umgebung von Anatolien; Zypern,
Syrien-Palästinien". Im Eingangsstockwerk des Zusatzgebäudes
befindet sich das Kindermuseum und verschiedene Architekturwerke.
Im August 1998 wurden die Ausstellungshallen Thrakia-Bithynia
und Byzantinien eröffnet und sind unter dem Namen "Umgebungskulturen
von Ýstanbul" im unteren Stockwerk zu sehen.
Das Museum hat mit seiner neuen
Einrichtung in den unteren Stockwerken und im Zusatzgebäude
anlässlich der 100. Jahreswende im Jahre 1991, den Museumspreis
des europäischen Conseills erhalten.
MUSEUM DER ALTEN ORÝENTALÝSCHEN
WERKE
Das Gebäude, welches im Jahr 1883
von Osman Hamdi Bey als Sanayi-i Nefise (Institut für schöne
Künste) erbaut wurde, ist durch die Arbeiten zwischen den
Jahren 1917-1919 und 1932-1935 in ein Museum umgebaut. Das
Gebäude wurde im Jahre 1963 geschlossen und im Jahre 1974
mit einer neuen Inneneinrichtung und Ausstellung erneut
eröffnet.
Im oberen Stockwerk des zweistöckigen
Gebäudes werden die Werke aus Anatolien, Mesopotamien, Ägypten
und Arabien ausgestellt. Das Stel des Akadischen Königs,
der Vertrag von Kadeþ und die Zincirli-Statue sind einige
Werke aus diesem Museum.
In diesem Museum befindet sich
das “Tabletten-Arciv” mit über 75.000 Dokumenten aus Keilschrift.
MUSEUM ÝM GEKACHELTEN HAUSE
Das Haus hat Fatih Sultan Mehmet
im Jahre 1472 bauen lassen und ist eines der schönsten Beispiele
für die osmanische Zivil-Architektur. Zwischen den Jahren
l875-1891 wurde es als Müze-i Hümayun (Imperatorium-Museum)
verwendet. Im Jahre l953 wurde es unter dem Namen Fatih-Museum
zum Besuch freigegeben, wo es türkische und islamische Werke
zu sehen gibt. Im Jahre 1981 ist es wegen seinem Ort an
das Archäologie-Museum Ýstanbul übergegangen.
Die Eingansfassade des Hauses ist
einstöckig, die hinter Seite aber ist zweistöckig. Am Eingang
gibt es eine Säulenhalle mit 14 Marmorsäulen. Die Eingangshalle
ist mit Mosaikkacheln verziert. Das Haus besteht aus 6 Zimmern
und eine Mittelhalle und es werden verschiedene Kacheln
und Keramiken der seldschukischen und osmanischen Zeit ausgestellt.
Im Museum und im Lager befinden sich über 2000 Werke.
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