Generaldirektorat für Gemälden und Museen  
 


    UNTERKUNFT DES ATATÜRK MUSEUM-LANDHAUS

    Wer hätte gedacht, dass das Landhaus im Dorf Çankaya in Ankara, dass gegen Ende des 19. Jahrhundets gebaut wurde, ein Zeuge der Geschichte sein würde und einem weltweit ruhnreichen Führer, der das Schicksal des Landes änderte, als Unterkunft dienen würde?

    Von 27 Dezember 1919 an, der Datum der Ankunft von Atatürk bis zum Jahre 1921 wohnte er im der Agrarschule. Nachdem Atatürk zum Präsidenten der Grossen Nationalversammlung gewählt wurde bewohnte er des Steingebäude in der Station und zog dann schliesslich Juni 1921 in das Landhaus in Çankaya ein. Im Eingang des Landhauses, das heute ein Museum ist, und das die Besonderheit hat, in den 56-jährigen Leben des Atatürk, ihm als längstes als Unterkunft gedient zu haben, werden diese Auskünfte bezüglich des Hauses gegeben:

    „Es ist ein altes Landhaus. Das Haus wurde von Bulgurluzade Mehmet und Rýfat Bey aus Ankara gekauft und Anfang 1921 unter der Führung des Mufti Hoca Rýfat Börekçi aus Ankara im Namen der Bürger von Ankara Atatürk geschenkt. Atatürk nahm es in Namen der Armee an, worauf es ‚Armee Landhaus‘ (Ordu Köþkü) genannt wurde. In ihrem erstmaligen Zustand war das Haus ein zweistöckiges Bauwerk mit einem marmornen Becken im Hofe. Nach einer kleinen Ausbesserung zog Atatürk im Juni 1921 von seiner Unterkunft bei der Ankara Station in dieses Landhaus ein.

    1924 wurden durch den Architekten Mehmet Vedat Bey Anbauten zu diesem Landhaus gemacht, womit es seine heute Gestalt erhielt.

    Diese Anbauten bestehen aus dem mit Glas bedecktem Eingang (Methal Taþlýk), dem länglichen Arbeitszimmer im hinteren Teil des Hauses und der Küche, sowie dem Turm an der Seite. Dieses Haus, das bis Juni 1932 als das erste Staatspräsidentenhaus der Republik Türkei benutzt wurde und einen Sehr wichtigen Platz in der Geschichte der Republik Türkei einnimmt, wurde nach dem Umzug ins neue Staatspräsidentenhaus, mit all ihrer Möbelaustattung gelassen und in ihrem damaligen Zustand unter Schutz genommen“.

    Wenn sie den Eingang des Gebäudes betreten, das  Nachher in ein Landhaus umgewandelt wurde und weit entfernt ist von dem Prunk von grossen Schlössern, das sehr bescheiden jedoch sehr geschmackvoll und beguem eingerichtet worden ist, glauben sie während auf einmal in den 20‘iger Jahren.

    Während ihr Gehirn und ihre Gefühle versuchen diese plötzliche Reise in die Geschicte auszugleichen, befinden sie sich schon in der Diele. Und in diesem Moment beginnen sie die Geschichte zu leben. Auf jedem Gegenstand, in jeder Ecke sehen sie die Zeichen von Atatürk. Hingerissen und im Erwartung das Atatürk plötzlich aus einem der Türe heraustrten würde, fangen sie an, mit der Aufregung diesen Moment zu erleben, das ganze Haus in ihr Gehirn zu markieren.

    Es muss hier erwähnt werden, das der Billardtisch der sich jetzt im Eingang befindet, zu Lebzeiten des Atatürks sich im Obergeschoss des Hauses befand. Weil es sher schwer war und Einsturzgefahr bestand wurde es ins Untergeschoss gebracht.

    Die Tür des Eßsaales in der Diele, ganz im Vordergrund, rechts die Türen des Grünen Saales, links die Tür des Saales, wo die Botschafter empfangen wurden und die Treppen die ins Obergeschoss führen, erscheinen sehr einladent, als ob sie ihren Wunsch den Haus-Museum kennenzulernen erfühlt haben. In der Diele befindet sich ein Klavier und eine sechs-teilige Sitzgruppe. Auf den Wänden hängen zwei Gemälde und drei Photografien von Atatürk, die in verschiedenen Zeiten aufgenommen worden. Die mittlere Tür der dreitürigen Diele wurde verdeckt. Vor dieser Tür befindet sich das Billardtisch. Die Schönheit der Kilimvorhänge, die an der Tür hängen fällt sofort auf. Die vergangenen Jahre scheinen der Eleganz der Vorhänge keinen Schade angerichtet zu haben.

    Im Botschafter Empfangssaal, links der Diele gibt es einen Satz Möbel verziert mit eingelegter Perlmutt, die us drei Sesseln, einen Kanape, einen Schreibtisch und einen Schrank bestehen, die von Abbas Hilmi Paþa, Gauvernör (Khedive) von Aegypten, Atatürk geschenkt worden sind und die er sehr mochte. Auf der linken Seite gibt es einen anderen Schreibtisch.

    Wenn sie dieses Zimmer betreten, überfüllt sie der Gedanke, das sie in Anwesenheit von Atatürk stehen. Neben manchen Photographie die in Rahmen, verziert mit eingelegtem Perlmutt auf der wand hängen, werden sie von einer Photographie, das auf dem Schreibtisch steht, sozusagen magnetisiert. Auf dem Photo steht in Handschrift geschrieben:

    „21.9.1935- Von Istanbul nach Ankara, im Wagon.“

    Gegenüber dem Empfangssaal befindet sich der grüne Saal, Empfangs- und Aufenthaltssaal ist und das Sitzreihen, einige Photographie und einen Schrank mit Schaufenster beinhaltet. Eine Tür dieses Raumes, öffnet zu Eßsaal.

    Vielleicht weil wir alle über verschiedene Erinnerungen bezüglich der Gastmähler, die Atatürk gegeben hat, gelesen haben, fühlen wir uns, wenn wir das Eßsaal betreten, als ein zu Früh erschienender Gast. In diesem Saal, wo sich Möbel im Stil der derzeitigen Epoche befinden, fällt sofort ein Kamin, das sich gegenüber der Tür, das sich zur Diele öffnet befindet, und dessen Kaminsims und Nebenseiten die mit Holzschnitzerei geschmückt sind, sowie je zwei mit bunten Gläsern verzierte Fenster oberhalb des Kamins an beiden Seiten, auf. In diesem Speisesaal gibt ausserdem einen Frühstückstisch für vier Personen und dem Pokertisch, das an der Einganstür des grünen Saales stand.

    Zwei Vitrinen, ein Büfett, eine Konsole, zwei Grammaphone und grosse Keramik Vazen die neben dem Kamin und auf den Seiten der Türen stehen, stehen im grossen Einklang im Saal. Das Geschirr, das sich in der Vitrine und dem Büfett befindet, stehen wie parat für die Benutzung. Vom Speisesaal gelingt man Zur Turmabteilung. Das Leder, der Sitzreihen, das sich hier befindet, sagt über die vergangenen Jahre aus. Ganz in der Mitte vor dem Kanape befindet sich ein grosses Kohlenbecken aus Silber.

    Über der Tür, das sich von der Diele zum Eßraum öffnet, befindet sich ein Gemälde von Hüseyin Avni Lifiþ aus dem Jahr 1922. Über der Tür, das sich von grünen Saal öffnet, werden sie ein Gemälde, das eine weinende Frau darstellt und in arabischer Schrift unterschrieben worden ist, bemerken.

    Dabei werden ihnen Trauerlieder, die für gefallene Soldaten, von denen nur die Habseligkeiten von der Front zurückgekehrt sind, gesungen wurden ins Ohr kommen. Wenn mann vom Saal in die Diele kommt, befinden sich gleich rechts Treppen, die in die private Welt des Atatürk führen.

    Im Obergeschoss gibt es sechs Türen, die zum Korridor öffnen. Eines davon ist die Tür, die von den Treppen in den Korridor führt. Gleich links davon ist die Tür des Schlafzimmers. Die Tür rechts führt in das Ruhezimmer; die Tür die zur Vorderfront zeigt öffnet sich zum Balkon, die Tür gegenüber führt zur Bibliothek. In der Mitte des Korridors ist ein ovaler Tisch (früher stand hier das Billardtisch), ein Kanape und zwei Sessel, sowie zwei Vitrinen. Vor der Balkontür ist ein grosses Kohlebecken. In einem der Vitrinen befinden Atatürks Medaillen und sein Abgeordneten Protokollzeugnis von 1931. In der anderen Vitrine befinden sich die ersten Atatürk Serien Briefmarken.

    Das Ruhezimmer, das auch einen Tür hat, die sich zum Treppenhaus öffnet, ist ein bescheidenes Schlafzimmer für ein Person. In dem Zimmer befindet sich ein Bett, ein Sessel, ein kleines Schreibtisch, ein Kleiderschrank und zwei Fusslehnen. Auf den Wänden hängt eine Wanduhr, ein Gemälde und je eine Photografie von Atatürk und Fethi Okyar. Es wird erzählt das Atatürk dieses Zimmer sehr liebte.

    Gegenüber dem Nachrichtenraum gibt es zwei Türen, die zur Bibliothek führen. Wenn sie von rechts eintreten, haben sie das Gefühl das Atatürk an Schreibtesch sitzt, denn viele seiner Gedanken über verschiedene Themen hat er an diesem Tisch entwicklet. Seinen „Grosse Rede“ hat er hier geschrieben.

    Die Bücher in der Bibliothek, sind wichtige Aussagen, die zeigen welch einen weiten Horizont Akatürk besass und wie er seinen Kulturstruktur erbaute. In den Büchern kann man seine kleinen Notizen, die Sektionen die er markiert hat unterstrichene Zeilen erkennen.

    Von dem Teil des Raumes, das als Fortsetzung der Bibliothek ausgestattet ist, gelangt man ins Turmzimmer. Im hinterem Teil, das durch eine Tür mit dem Schlafzimmer verbunden wird, gibt wieder Bücherregale und einen runden Tisch mit vier Stühlen. In der Ecke ist ein Lesesessel und ein Lampenschirm. In dem Turmraum sind dunkle Farben herrschend. Es gibt hier wieder einen Schreibtisch und Sessel. Auf dem liegt ein Beerfell, das ein Geschenk von Muhtar Bey des Botschafters in Moskau war.

    Nun führen ihre Schritte sie zu dem letzten Platz in diesem Landhaus, zu den Schlafzimmer, das der privatester Ort eines jeden Menschen ist.

    Wie die anderen Teile in diesem Landhaus, ist auch das Schlafzimmer sehr bescheiden aber geschmackvoll eingerichtet. Atatürks Kissen sowie seine Bettdecke befinden sich wie eins mit Samt dem Überzug auf dem Bett. Die Pantoffeln neben dem Bett, stehen dort als ob sie jeder Zeit den Eigentümer erwarten. Von den zwei Toilettentischen, steht eins neben der Badezimmertür. Die Toiletteutensilien die auf diesem Tisch liegen gehören wie bekannt Latife Haným. Diese Utensilien sind die einzigen Gegenstände, die in diesem Haus, die Ehe von Atatürk, das vom 9. Januar 1923 bis zum 5. August 1925 gedauert hat, bezeugen können.

    In diesem Zimmer befinden sich ein Kleiderschrank, ein Sessel, ein Kleines rundes Tisch mit zwei Stühlen. Ein anderes Objekt das von Interesse ist, ist das jugendliche Photo von Zübeyde Haným, das auf dem Kamin steht. Wegen der Ähnlichkeit mit Atatürk werden sie ihren Augen nicht trauen. Eine andere Besonderheit dieser Photographie ist die Tatsache das es keine andere Kopie gibt. Wenn man vom Schlafzimmer das Bad betritt, erkennt man, das sie aus besten Materialien gefertigt wurde. Neben der eingebauten Badewanne gibt es eine Tür, die zum Treppenhaus öffnet.

    Unsere Reise in dem Hause von Atatürk nimmt im Badezimmer ein Ende. Wenn sie die Treppen absteigen und das Landhaus verlassen, werden sie sich an die erste Begegnung erinnern und ihre Augen werden sich mit der modernen Hauptstadt Ankara der Republik treffen, welche Atatürk als „Mein grösstes Werk“ bezeichnete.

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