Osmanisches Reich in Gravüren und Miniaturen  
 

Miniaturen und Gravüren gehören der Malereikunst an. Sie haben eigene Gefühle, Gedanken, Oriantationen, Zeichen und Techniken. Sie spielten in der Geschichte der Kunstmalerei eine grosse Rolle und übten einen groβen Einfluss darauf. Sie tauchten in verschiedenen geographischen Gebieten auf und vertraten verschiedene Kulturgemeinschaften.. Gegenüber der farbigen Miniaturen sind die Gravüren schwarz-weiss dargestellt. Flächenhafte Darstellung ist ihr gemeinsames Merkmal.

Ihre gemeinsamen Eigenschaften sind, daβ sie die Gesellschaft in der sie entstehen und die sie in den politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und militärischen Bereichen vertreten wiederspiegeln und die Überlieferung der künstlerisch-ästetischen Schönheiten leisten. Man kann sagen, daβ diese Kunstarten Beweisurkunden sind, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart überliefert wurden. Sie sind Kulturquellen der Menschheitsgeschichte und Schätze der Malereikunst.

Die Herkunft der Miniaturen und der Miniaturkunst liegt in Asien. Sie gehören der türkischen Malereikunst an. Sie wurden von den Türken erstmals benutzt. Im laufe der Zeit beeinflusste diese Kunst die türkisch- islamischen Völker, Iran, Mezopotamien und ihre Umgebung. Verbreitete sich in iranischen, arabischen und indischen Kulturgemienschaften und gewann unterschiedliche Stile und Eigenschaften. In den ersten 300 Jahren des Osmanischen Reiches erreichte diese Kunst ihren Höhepunkt.

In den asiatisch-türkischen Völker traten die ersten Beispiele der Malereikunst zwischen 10.000-3000 v.C. auf. Die  ersten  Beispiele  waren  Felsmalereien,  die Zeichnungen von Tierfiguren  und  leicht   gewölbte  Verzierungen  auf den Waffen und  Gebrausgegenständen.

Ca. 2000 v.C. waren verschiedene Zeichungen, insbesondere Adlerfiguren, die meist gebrauchten Motive der Malereikunst und der Ornamentik. Zu dieser Zeit gewann die Farbenproduktion Geschwindigkeit. Die rote Farbe wurde gefunden und  zu brauch genommen.

Diese Malereikunst entwickelte sich im Hunnenreich, insbesondere im Westhunnischen Reich, Ghök-Türks und Uiguren deren Ursprungsform die Holzschnitterei und die Schmuckerei war. Diese Kunst wurde “Bediz” und derjenige der sich mit dieser Kunst beschäftigt wurde “Bedizci”genannt. Uigurfresken im 8. Jahrhundert n.C. waren die ersten Beispiele der Türkischen Miniaturkunst.

In der sich der islamische Kulturgesellschaft anschliessenden Turk- Völker wurde die Miniaturmalerei meist von der uigurischen Kultur beeinflusst. Diese Kunst verbreitete sich mit den Seldschuken. Sie wurde für die Verzierung der Manuskripten und für die Illustration der Themen angewendet.

Die jenigen, die sich mit diese Kunst beschäftigten wurden Nakkaþ (Miniaturmaler) genannt. Aynüddeule, Þihabüddin Yavaþi Hacýel. Mevlevi, Ahmet von Konya, waren die berühmtesten Maler der anatolisch- seltschukischen Periode. Die Erzählungen wie “Kitab’al Haþa-iþ”- “Kitab fimarifel el Hýyal el Hendesiye“ und “Yarka und Gülschach”, wurden uns vom 12. und 13. Jahrhundert bis heute überliefert und mit Miniaturkunst illustriert.

Soziales politisches kulturelles, militaerisches und technologisches Leben des Osmanischen Reiches, das Leben, die Siege des Sultans und die wichtigen Ereignisse der Zeit wurden durch drei Quellen zusammengefasst und der Geschichte überreicht. Diese waren; Chronikisten wie Naima, Raþit und Çelebizade Asým; Historiker wie Aþýkpaþazade, Peçevi und Katip Çelebi; Reisende wie Evliya Çelebi und Dichter-Historiographe wie Arifi, Eflatun, Ali und Talikzade. Die Werke dieser Autoren und die von ihnen erzählten oder erlebten Ereignisse wurden von den Maler der Miniaturkunst illustriert. Auf diese Weise wurde eine Handlung, eine Situation oder ein Thema das von einem Historiker erzählt wird  gleichzeitg von einem Maler bildlich dargestellt. Man bestimmte den Zusammenhang des Werkes mit der Wirklichkeit, was seinen Wert erhöherte. Die Darstellung der Stärke und der Wichtigkeit der Persönlichkeit des Sultans, die alltäglichen Lebensgewohnheiten des Volkes waren  die bedeutensten Eigenschaften der Osmanischen Miniaturmaleri. Mit diesen Eigenschaften gewann jedes Miniaturwerk einen geschichtlichen Wert. Die Entwicklung, die Unterstützung und die Bewahrung der Miniaturkunst war für die Türkenidentität und Tradittionen sehr wichtig. Im Osmanischen Reich wurde diese Kunst als eine staatliche Institution und Dienst bewertet. Als Ýnstitution waren sie dem Hof angeschlossen. In den Ateliers (Nakkaþhane) arbeiteten einheimige und fremde Meister. Die Maler arbeiteten unter der Leitung eines Meisters oder einer Meistergruppe.

Die Bilden wurden in disen Ateliers in Zusammenarbeit von einer Gruppe geschaffen. Selten wurden diese Bilder mit dem Namen eines einzelnen Meisters signiert  Die türkischen Miniaturen lassen sich von der übrigen islamischen Maleri durch ihren Geist, Gedanke, Technik, Farben Stile und Motiven unterscheiden. Sie besitzen eine objektive Wahrheit und ein gewissen Realismus. Die von der Natur und dem Mensch erschaften Werke, gesellschaftliche Ereignisse und Beziehungen wurden detaliert aufgenommen und gezeichnet. Bearbeitung von gographischen und geschichtlichen Lagen und  Themen, topographische Zeinungsstile entwickelten eine eigenheitliche Stil und Kunst. Die Miniaturmalerei ging von Anfang des Osmanischen Reiches parallel zu seiner Macht und Entwicklung durch verschieden Phasen. Entwickelte sich durch die Interesse und Unterstützung des Sultans und seiner Amtsleiter. Sinan Bey, Matrakçý Hasuh, Nigari, Nakkaþ Osman, Seyyid Lokman, Nakkaþ Hasan, Talikzade Subhi, Çelebi, Nadiri, Levni, Abdullah Buhari sind die berühmtesten Meisters, die die türkische Miniaturmeisterwerke zu unsere Zeit überlieferten.

Osmanisches Reich in Gravüren und Miniaturen- Proben
Das 700 jährige Jubiläum DER OTTOMANISCHEN

 
 
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