DER DRACHE VON ALBATBERG
Es gab einen Drachen, der sich auf
dem Albat- Berg auf einer der Berghänge von Ortanca
Çeþme aufhielt. Er ließ keinen Menschen an den Brunnen,
wodurch die Menschen verdursteten.
In dieser Ausweglosigkeit der Menschen nahm der Stadtherrscher seinen
zwei schneidigen Degen in die Hand und machte sich
auf dem Weg den Drachen zu töten. Der Herrscher hielt
seinen Degen mit beiden Händen in die Länge. Während
der Drache Feuer aus der Nase sprühte, zog er den
Herrscher mit tiefen Atem in den Mund und schluckte
ihn. Der Degen den der Herrscher in dieser Position
in der Hand hielt und welches auf beiden Seiten scharf
geschliffen war, zerteilte den Drache vom Mund bis
zum Schwanz in zwei Stücke und tötete ihn.
Als der Herrscher zu seinem Schloß zurückkehrte ließ er das Schwimmbad
mit Milch füllen, zog sich aus und schlüpfte hinein.
Die Milch im Schwimmbad wurde durch das Gift des Drachen,
womit sich der Herrscher beschmiest hatte, sauer und
verwandelte sich zur Magermilchkäse. Der Herrscher
badete sich solange mit Milch, bis die Milch sich
nicht zum Magermilchkäse verwandelte und somit wurde
er vom Gift des Drachens befreit.
Quellenverzeichnis:
Silvan Tevfik Dabakoðlu
67
Vom seinen Vater, der Schneider ist
SUZAN (SUZÝ) UND DER KIRKLAR-
BERG
Im Südosten von Diyarbakýr an den
Ufern von dem Dicle- Fluß (der Tigris) steht der
Berg Kýrklar. Hinter diesen Kýrklar- Berg befindet
der Wallfahrtsort Kýrklar. Die Menschen, die keine
Kinder haben gehen hin und legen ihrer Wünsche dar.
Eine reiche syrische Familie bekamen keine Kinder. Die Frau ging zum
Wallfahrtsort Kýrklar und wünschte sich ein Kind und
versprach Opfergaben. Sie bekam eine tochter. Sie
gaben ihr den Namen Suzi (Suzan). Die Mutter schmückte
ihre Tochter jedes Jahr an ihrem Geburtstag und
brachte sie zu dem Wallfahrtsort- Kýrklar, hier ließ
sie ein Tier opfern.
Suzan wurde mit tausend Zierereien aufgewachsen und entfaltete sich
zu einem schönen Mädchen. Sie verliebten sich in Adil,
dem Sohn ihrer mohammedanischen Nachbarn. Wieder einmal
an einem ihrer Geburtstage schickte die Mutter die
Suzi, mit einem der Bediensteten zusammen zum Wallfahrtsort
nach Kýrklar, um ein Tier zu opfern. Aber hinterher
kam auch der Adil unbenachrichtigt. Sie benutzten
die Gelegenheit, als die Bediensteten sich mit Schlachtung
beschäftigten, gingen hinter dem Berg und liebten
sich dort. Der Wallfahrtsort- Kýrklar verzieh diese
zusammenkunft nicht und bestrafte die Suzi. Das Mädchen
ertrank unter der zehn Brückenbogen, bei Tigris. Nach
dem Tod von Suzi verlor Adil seinen Verstand.
DAS LIED DER SUZAN – SUZI
Die Seite des Kýrklarbergs
Die Finsternis umhüllte die Ebene
Wäre ich gestorben brennend
Die Wallfahrt hat uns bestraft
Unter der Brücke ist Finsternis
Mutter komm, suche mich
Meine Haare sind voller Sand
Bring ein Kamm und käme es
Der mittlere Brückenbogen
Die Gewässer hat die Ebene weggerissen
Wäre ich gestorben brennend
Der Tigris hat uns getrennt
Quellenverzeichnis:
Diyarbakýr Esma Ocak
60
Von den türkischen Berühmtheiten