Istanbul  
 


    Die Akropolis der Stadt Byzantion war an der Stelle von heutigem Topkapı - Serail. Ihre Agora war an der Stelle von Hagia Sophia. Im Jahre 196 n. Chr. wurde auf einer ebenen Grundflaeche, was durch Terrassen in Richtung von Marmara niedriger wurde, auf einem spaeter als Atmeydanı genannten Platz ein Hippodrum erbaut. Die Stadtfestungen passierten  gleich die Aussenseite des Serails. In der Zeit von Konstantinus I. wurde in der Stadt bedeutende Bebauungsarbeiten durchgeführt. So wurden die alten Stadtmauern niedergerissen und dann neue  noch breitere Grundflaechen umfassende Stadtmauern erbaut. Die Stadt hat aber in den folgenden Zeiten ihre Verbreitung fortgesetzt und die Stadtmauern überschritten. Darauf wurden unter dem König Theodosius II. ein Teil der bis heute erhaltenen Stadtmauern von Istanbul erbaut.

    In der obengenannten Zeitperiode verdichteten sich Haeuser an den Abhaengen von durch Stadtmauern umgebenen bedeckten Grundflaechen, die nach goldenem Horn und Marmara hinausgingen. Die Umgebung von Sirkeci waren vielmehr  von Handelsunternehmen und die von  Sarayburnu, Beyazıt, Aksaray, Cerrahpaşa und Yedikule waren in grossem Masse von administrativen, religiösen und geschaeflichen Zentren besiedelt. Ausserdem an der entgegenstehenden Küste von goldenem Horn, neamlich in Galata enstand eine aeussere Siedlungstaette. Die Einwohner dieser Sykai genannten Staette bestand vielmehr aus Venezianern und Genuesern. Diese erneut mit Stadtmauern umgebene Siedlungsstaette wurde zu einem  reichen Handelszentrum.

    Die erste Brücke auf goldenem Horn wurde zwischen Ayvansaray und Kasımpaşa zwecks Ermöglichung der Verkehr mit Sykai unten Justinien erbaut. Im 13. Jh. wurde die Verwaltung von Galata an die Geschaeftsleute von Genua überlassen. So hat Galata jahrhundertelang an seiner geschaeflichen Bedeutung nichts verloren. Im 5. Jh. war die Stadt durch ihre 100000 erreichende Einwohnerzahl eine von den einigen Grossstaedten der Welt. Im 14. Jh. war  aber die Stadt Konstantinopolis nur noch ein Verwaltunzentrum von einem Königsreich, wessen Grenzen ziemlich beschraenkt wurden und ihre Bevölkerung trieb vielmehr Ackerbau. Nach der Eroberung von Ottomanen war ihre Einwohnerzahl nur noch 50000. Erst nach Einwanderungen  und Ansiedelungen mohammedanischer und nicht  - mohammedanischer Bevölkerung aus Rumeli (Thrazien) und Anatolien hat diese Zahl 100000  überschritten. In dieser Zeit lebten ein grosser Teil von Mohammedanern ausserhalb der Halbinsel, wo die alte Stadt lag. In der Zeit von Ottomanen hat sich die Einwohnerzahl der Stadt noch vermehrt und so hat sich die Stadtflaeche mit der Zeit vergrössert. Der Stadtviertel Sykai auch hat  sich über die Stadtmauer verbreitet und in Richtung Pera (zur Zeit Galatasaray) ausgedehnt.

    Im 19. Jh. hat sich Galata bedeutende Entwicklungen erlebt. Dieser Teil der Stadt hat seine Eigenschaft als Handelszentrum aufrechterhalten. So hat Galata mit der Zeit die Ansicht einer europaeischen Stadt erworben, wo sich auslaendische Botschaften besiedelten und wo auslaendische Bankers, Vermittler, Bank - und Versicherungsgesellschaften nebst Vergnügungsstaetten existierten. In dieser Zeitperiode zogen die ottomanische Sultane aus Topkapı - Serail zu Dolmabahçe - Serail in der Naehe von Galata um. Anschliessend wurden in diesem Stadtviertel und in Bosphorus andere Serails erbaut. Waehrend dieser Periode wurden in Stadtvierteln von Kadıköy und Üsküdar neue Siedlungsgebiete errichtet.

    Im 19. Jh., wann  das erste bedeutende Industrieunternehmen, Feshane in Betrieb gesetzt wurde, hat die Stadt ihre Innen - und Aussenstaedische Verkehrsmöglichkeiten sowie Eisenbahn, Tram und U - Bahn (Tunnel) gehabt. Aus der einen Seite wurde der Hafen modernisiert und aus der anderen Seite wurden in Bosphorus Linienschiffe in Betrieb gesetzt. Die Stadt wurde durch Eisenbahn mit  Izmit und Edirne  verbunden. Für ihre Innenverkehr hatte man Vorortbahnlinien errichtet. Die beiden Seiten von goldenem Horn verbindenden Brücken auch wurden in diesem Jahrhundert erbaut. Die Stadtverwaltung von Istanbul wurde im Jahre 1856 gegründet.

    Unter Berücksichtigung von schnell entwickelnden Verstaedterung in Istanbul wurde in der republikanischer Zeit mehrere Male Stadtplanungen vorgenommen. Laut dieser Plaene wurden die Umgebung von goldenem Horn und Bosphorus als Industriegebiet vorgesehen. Darauf wurden diese Staetten ab Ende von 1940 mit Fabriken und Betrieben besetzt.

    Zusammen mit den Einwanderungsbewegungen in die Grossstaedte ab 1950  wurden die Umgebung dieser Industrieanlagen infolge von Einwanderungen aus Balkanstaaten mit vielen Gecekondu - vierteln(Squattern)  gefüllt.  Der selbe Fall wurde an der anderen Küste in Stadtvierteln von Kadıköy, Maltepe, Kartal und Pendik auch erlebt.

    Die Industrialisierung und Verbreiterung von Siedlungsgebieten haben die Ansicht von Istanbul in den letzten 30 Jahren in grossem Masse geaendert. Durch die schnelle Vermehrung von Einwohnerzahl und durch die Veraenderung von Grenzen von Siedlungsgebieten in kürzester Zeit wurde erforderlich, zwangmaessig neue Landkreise zu errichten. Die zentrale Stadt, was sich zu einem dichten Handelszentrum entwickelt und dadurch ihre Eigenschaft als Wohnviertel verloren hatte, hat zwischen den Zahlen von Tages - und Nachtsbevölkerung unglaubliche Verschiedenheiten erlebt und so hat sie in Hinsicht auf Verwaltung ihre Eigenschaft als Zentrum verliert. Aus diesem Grund gibt es nunmehr keine zentrale Stadt in Istanbul sowie in Ankara und İzmir.

    Wesentliche Ausbildungs - und Kulturinstitutionen in Istanbul sind die Universitaeten Boğaziçi, Istanbul, Istanbul Teknik, Marmara, Mimar Sinan und Yıldız. In Istanbul, was ein internationales Kulturzentrum ist, werden jedes Jahr Festivale und Filmfeier veranstaltet und Konzerts gegeben.

    Für staedtische Innenverkehr bildet Istanbul eine Wiege durch "Dolmuş - Typ - Personentransport, was in Stadtverkehr in der Türkei und sogar in einigen Staedten der Welt in Betrieb gesetzt wurde. 

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