Die Yildiz-Porzellanfabrik ist die letzte
Vertreterin traditioneller türkischer Keramikherstellung.
Ihre Gründung vermochte angesichts des Rückganges dieser
Art der künstlerischen Betätigung nach dem Aufkommen der
Porzellanindustrie in Europa der osmanischen Keramikkunst
neue Impulse und Direktiven zu geben. Diese Fabrik, die
im Jahre 1894 mit staatlicher Hilfe im Garten des Yildiz-Schlößchens
erbaut wurde, war in jenen Jahren unter dem Namen Yildiz
Fabrika-i Hümâyûnu bekannt und belieferte mit ihren Produkten
die Paläste, Pavillons und Lustschlößchen des Sultans.
Hinsichtlich
der vielfältigen Synthese zwischen westlichem Kunstschaffen
und den Kunstformen Anatoliens vermochte diese Fabrik bedeutende
Beiträge zu leisten. Ihre Produktion erfuhr auch in der
Zeit der Republik keinen Stillstand ; hier wurden Produkte
hergestellt, die die traditionelle türkische Keramikkunst
weltweit bekannt machten.
Heute beherbergt die Yildiz-Porzellanfabrik
wie auch andere Fabriken ihrer Art eine Museumsabteilung.
Auf der einen Seite wird eine sich dem Zeitgeschmack anpassende
Produktion von Keramik betrieben, und auf der anderen Seite
werden Nachahmungen alter Modelle hergestellt, die es vermögen,
das Ästhetikverständnis einer bestimmten Epoche für breitere
Schichten darzustellen.
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Ýstanbul
Staatliche Schlösser