Atatürk-Pavillons in Yalova  
 


    Die Gegend um die Yalova-Quellen, die schon seit alters her als Siedlungsgebiet ausgewiesen ist, erfuhr besonders in der letzten Periode des Osmanischen Reiches ein verstärktes Interesse, wodurch Bautätigkeiten und Restaurationsvorhaben zunahmen. Mit seinen natürlichen Heilquellen und seiner grünen Umgebung ist Yalova auch oft vom Republikgründer Atatürk genutzt worden. Für seine Aufenthalte in Yalova hat er sich einen Pavillon auf dem Gelände der Baltaci-Farm sowie in späterer Zeit einen weiteren Pavillon innerhalb der Staatsfarm erbauen lassen.

    Der Platz für den Atatürk-Pavillon wurde von ihm selbst und seinen Freunden ausgesucht. Das Bauvorhaben wurde sehr schnell einer Beendigung zugeführt, und der Bau selbst ist im Stil der ebenso an anderen Orten der Republik errichteten "Atatürk-Häuser" gehalten.

    Dieser Bau, der eines der frühesten Beispiele des Architekturschaffens der republikanischen Periode darstellt, wurde 1929 fertiggestellt und hat sich zusammen mit seinem zu damaliger Zeit genutzten Mobiliar bis heute erhalten. Der Garten des Pavillons wurde berühmt durch die Gespräche, die Atatürk dort mit den Bürgern seines Staates zu führen pflegte.

    Der Atatürk-Pavillon in Yalova besteht aus dem Atatürk-Haus, dem Yaverler-Pavillon sowie den Verwaltungsgebäuden und dem Küchentrakt. Von zwei neben dem Atatürk-Haus befindlichen Gebäuden war das aus Holz erbaute ein Ruhepavillon aus der Zeit Sultan Abdülhamits II. (1876-1909), das in der Zeit der Republik als Yaverler-Pavillon Benutzung fand. Bei dem anderen Gebäude handelt es sich um das in den ersten Jahren der Republik errichtete Verwaltungsgebäude.

    Im Anschluß an erforderliche Wartungs- und Restaurationsarbeiten wurde der Atatürk-Pavillon in Yalova für Besucher zugänglich gemacht und konnte auf diese Weise die in ihm enthaltenen Werte durch Präsentation vor der Öffentlichkeit bewahren. Diese ganz in der Nähe Istanbuls gelegene grüne Umgebung kann in der Zukunft als Naherholungsort für die Bevölkerung genutzt werden, wo auch das Erbe früherer Zeiten in einer ihm eigenen Umgebung betrachtet werden kann. Anstelle des alten Küchentrakts wird nunmehr eine zweistöckige Begegnungseinrichtung vorgesehen, und im Garten sowie in der näheren Umgebung laden Cafes die Besucher zur Erholung ein.

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