Türkische Dichter, Autor und Essay Schriftsteller.
Er ist eine der bekanntesten Vertreter der türkischen Zeitgenössicsche
Dichtung.
Er wurde in Istanbul geboren. Sein Vater war
Rechtsanwalt. Er beendete im Jahre 1931 die Kadýköy Mittelschule,
im Jahre 1936 Ankara Gazi Gymnasium. Obwohl er zuerst zum Juristische
Fakultät Ankara, dann zum Sprache und Geschichte Geographie
Fakultät eintrat, hat er sie nicht absolwiert. Er ging im Jahre
1938 für Soziologie Studium nach Belgien. Nachdem er dort einer
kurze Zeit geblieben war kehrte er, wegen der II. Weltkrieg,
wieder zurück. Er begann ab 1942 in der Publikationsdirektion
der Nationale Bildingsamt als Berater, in der Bibliothek Ankara
als Angestellte und Jornalist zu arbeiten. Er fing im Jahre
1951 bei der Akþam (Abend) Zeitung in Istanbul zu arbeiten.
Er hat bei den Zeitungen Tercüman, Büyük Gazete, Tanin und Cumhuriyet
Witze geschrieben und die Kunst Seiten verwaltet, Essays geschrieben.
Ab 1954 war er Phonetik und StilLehrer bei der Theater Abteilung
der Istanbul Stadtsverwaltungskonservatorium, er ging im Jahre
1977 zur Rente von hier. Er hat zwischen den Jahren 1964-1969
bei der Verwaltungsrat der TRT gearbeitet. Er ging im Jahre
1979 nach Paris, als Kultur Berater bei der Generalzentrum von
UNESCO zu arbeiten. Er wurde zurückgerufen als sich die Regierung
wechselte. Er führte im Jahre 1983 seine wöchentliche Essays
in der Zeitung Cumhuriyet weiter.
Melih Cevdet Anday bekam zu erst mit seiner
Drama Mikado‘nun Çöpleri (Abfälle von Mikado) die 1967-1968
Ýlhan Ýskender Auszeichnung. Danach gewann er mit seinem Roman
Gizli Emir (Geheime Befehl) TRT 1970 Kunst Auszeichnungen die
Roman Auszeichnung. Dies hat die TDK 1973 Übersetzungsauszeichung
mit dem Roman Buz Sarayý (Eisschloß) die er von Tarjel Vesaas
übersetzte, befolgt. Im Jahre 1976 gewann er mit seinem Gedichtbuch
Teknenin Ölümü (Tod des Bootes) die Yeditepe Gedichtsauszeichnung,
mit seinem Buch Sözcükler (Wörter) gewann er die Sedat Simavi
Stiftung Literatur Preis, mit dem Buch Ölümsüzlük Ardýnda Gýlgamýþ
(Hinter der Unsterblichkeit Gýlgamýþ) nahm er 1981 Ýþ Bankasý
(Geschäftsbank) Auszeichnung.
Melih Cevdet Anday hat mit dem Gedichte schreiben
im Gymnasium angefangen. Er begann mit seiner Freunden Orhan
Veli und Oktay Rýfat aus der Gazi Gymnasium zu ihren ersten
Gedichtsproben in diesen Jahren. Das waren die ersten Grundsteine
in ihrer Freundschaft, die sich nachher in der „Garip“ (eigentümlich)
Bewegung Aufbauen wird. Als sie noch Gymnasiast waren, hatte
sich ihr Interesse für die Literatur, durch die Wandzeitung
Sesimiz (unser Stimme) gezeigt. Der erste Gedicht von Anday
wurde die „Ukte (seelische Schmerz)“, daß in der Zeitschrift
veröffentlicht ist. Er hat noch ein oder zwei Jahre bei der
gleichen Zeitschrift,in diese Zeit herrschende Gedichtsauffassung
nachbeugenden Gedichte geschrieben aber ab 1938 hat er angefangen,
seine sich nicht nach Metrum und Reim beugenden Gedichte zu
veröffentlichen. Nach dem gemeinsamen Start, Orhan Veli, Oktay
Rýfat und Melih Cevdet, bei der Zeitschrift Varlýk, brachten
sie dem türkischen Dichtung eine neuer Auffassung. Sie gaben
in ihren Gedichten zu den Problemen der kleinen Menschen Platz,
ohne auf Lyrismus, Harmonie und Klang Rücksicht zu nehmen, behandelten
sie es mit Einfachheit, außerdem sie gaben in ihren Gedichten
zu Themen Platz, die allgemein gemeint wurden, daß sie nicht
in Gedicht aufgenommen werden können, sie gaben diesen Themen
und Wörter absichtlich die schwergewicht zu. Die Versuche die
sie machten, wurde in der literarischen Milieu mit großes Interesse
aufgenommen und machte den Weg für Diskussionen frei. In dem
neuen Buch die sie mit der Unterschrift von Orhan Veli, im Jahre
1941 herausgaben, das Buch hieß „Garip“, wurden die Grundregeln
der neuen Auffassung folgendermaßen erklärt: „Gedicht ist ein
Sprachkunst dessen ganze Eigenschaft in seine Darstellung liegt.“
In deisem Schrift wurde vorgeschlagen; daß man die Begrenzungen
durch Maß und Reim brechen, sich von der Poetisierung befreien,
die Geschmack des Volkes suchen und finden, sich nicht auf klassischen
Stile wenden sich von der Versanhänglichkeit befreien und sich
auf die Vollkommenheit im Gedicht wenden solle. Garip hat einerseits
eine große Interesse und Liebe erweckt, andererseits wurde er
zu Kritiken und Verspottungen preisgegeben. Aber es wurde in
der allgemeinen türkischen Gedichtslinie ein Sprung der sich
in die Zukunft erstrecken wird, unternommen, manche Begrenzungen
wurden gebrochen und weggeworfen. In diese Phase kann beobachtet
werden, daß Melih Cevdet Anday seine Neigungsrichtungen für
die Poetisierung nicht ganz decken konnte, was sie alle Anhänger
der Garip gemeinsam ablehnten. Fünf Jahre späte nach Garip brachte
er das Buch Rahatý Kaçan Aðaç (Der Baum der seinen Ruhe verloren
hat) raus, in dem er einerseits an die Armut und Ungerechtigkeiten
in der Gesellschaft mit eine feine Kritik entgegentritt, andererseits
genierte er sich nicht mit der traditionellen türkische Dichtung
entfernte Bindungen einzugehen, in dem er die Reim benutzte.
Anday, in dem Sammelband Telgrafhane (Telegraphenhaus)
die aus den Gedichten bestand, die er in der Zeitschrift Yaprak
(Blatt) veröffentlicht hatte,sie gaben diesen Zeitschrift in
den Jahren 1947-1949 selbst heraus,in der sie überwiegend auf
die gesellschaftlichen Probleme Platz gaben. In diesen Gedichten
wurde die Sprache so weit wie möglich vereinfacht worden, und
die Ausdrücke der alltäglichen Sprache des Großstadtmenschen
reichlich benutzt. Die Metrum und Reim und die Sprachkünste
gehörte wieder zum Bestandteil der Gedichte. In dem Gedicht
“Tohum (Samen)”, eine der erfolgreichsten Gedichte dieser Zeit,
wurde auf Metrum und Reim großen Wert gelegt. Außerdem ist die
ganze Gedicht mit eine halb verborgenen Symbol beladen.
Man kann beobachten, daß in dem Gedichte Yanyana
(nebeneinander), die im Jahre 1956 veröffentlicht wurde, daß
man in diese Richtung Fortschritte gemacht hat. Die traditionellen
Formen greifen mit Bestimmtheit in die Gedichte ein, in der
Gewebe des Gedichtes nimmt der Reim einen herrschenden Platz
ein. Versporttung, feine Satire, Lyrismus, Enthusiasmus sind
nebeneinander. Auch bei den Wörtern die man benutzt, fällt eine
Veränderung auf. Neben der konkreten Begrifffe wie Baum, Meer,
Pflanzen usw. die man in den früheren Phasen benutzte, hat man
angefangen abstrackte Begriffffe wie Jahrhundert, Welt, Erde,
Natur zu benutzen. Während der Dichter über bestimmte Gedanken
Nachforschungen anstellt, zeigt er für die fehrlerlose Form
die größte Sorgfalt. Während man über die andauernden Umwandlungen
nachdenkt, sollte man auch vor den Augen halten, daß die 1950-1955’er
Phase der “Garip” Auffassung, besonders unter der Neu-Anfängern,
eine außerordentlich verbreitete Wirkung hat und die Neuheiten
der frühere Zeiten sich nun veraltet haben. Tatsächlich füllten
sich die Seiten der Zeitschriften diese Zeit mit den schlechten
Kopien diese Gedichte, die Gedichte wurden mit der Zeit zu eine
Lage gebracht, in dem die kleinen Fälle mit einfacher Sprache
überträgt wurde und die ganze Kraft des Gedichtes in wenigen
Zeilen zusammengepreßt, und eine Art Erfindung zugesprochen.
Die Gedichte sind so aneinander änhlich, daß wenn unter den
Gedichte keine Namen stehen würde, könnte man schwerlich voninander
unterscheiden, wer diese Gedichte geschrieben hat.
Melih Cevdet Anday schrieb nach eine Langen
Pause nach seinem letzten Buch, im Jahre 1963, Kollarý Baðlý
Odysseus (Odysseus mit gebundenen Armen), als er dieser Buch
veröffentlichte sah man eine bestimmter Verwirrung unter der
Literatenmillieu. Die Platz des frühe offenen, leicht verständlichen
und leicht genießlichen Gedichte hatten sich wit der Gedichte,
die ihre Themen aus der Mythologie nahm, geschlossen und schwer
genüßlichen waren, vertauscht. Die Gedichte sind “Zeitlose”
Gedichte, die Nachforschungen über die Entwicklung der Menschheit
gegenüber die Natur und Fragen wie: “Wo sind wir? Woher kommen
wir? Sind wir ein Ganzes oder Teil?” stellt.
Wenn man an die Werke Kollarý Baðlý Odyseus
und an die nachfolgengen Werke Göçebe Denizin üstünde (Nomanden
Über dem Meer) und Teknenin Ölümü (Tod des Bootes) in Zusammenhang
nachdenkt, wird deutlich, daß Anday die Pflichten die in seinen
Gedichten mitwirken, wie die Übertragung der gesellschaftlichen
Probleme und Mahnungen, wird ersichtlich das er durch die Übertragung
zum Prosa zu rein gedanklichen Gedicht gelangen möchte. Tatsächlich
hat sich in der Türkei sowie im Allgemeinen sowohl auch in der
Milieu von türkischen Gedichte, nach den Jahren 1960 einiges
verändert, manche Themen die frühe durch die Gedichte zu Sprache
kamen, werden nun durch die anderen Fachgebiete zur Tagesordnung
gebracht und diskutiert. Anday selbst konnte sich mit seinen
Essays und Zeitungsartikeln zu diesen Duskusionen beteiligen
und seine Meinungen mitteilen. Andererseits konnte er die Themen,
der zum Struktur seine Gedichte nicht passten, sowie die zwischenmenschliche
Beziehungen in seinen Romanen, die er ab 1965 zu schreiben begann,
behandeln, wiederum konnte er die Konflikte der zeitgenössischen
Menschen mit den ansässigen Werte und Regelungen, haben, in
seinen Dramen kritisieren. Somit bekamen die Gedichte die Gelegenheit,
sich nicht mehr, mit der Übertragung und Verbreitung manche
Ansichten zu beschäftigen, sondern sich auf die philosophische
Themen, wie Leben, Natur, Welt, Historisität, die sich die Philosophie
seit Jahrhunderten auseinander setzte, zu konzentrieren. Er
erreichte in der Dichtung auf der formale Ebene fehlerlose,
auf der inhaltliche Ebene ziemlich tiefgreifende Gedichte zu
schreiben, die sogar für die Philosophie bahnbrechend wirken
kann.
Anday’s Dichtkunst zeigt, wie in seine Gedichtband
Sözcükler (Wörter) ersichtlich ist, einen steigenden entwicklunsgrad.
Seine Werke wurden auf Russische, Französische, Englische, Bulgarische,
Griechische, Serbische und Polnische Sprachen übersetzt, die
Zeitschrift Courrier von UNESCO hat, im Jahre 1971, mitgeteilt,
daß sie ihn, als einen Literat der mit Cervantes, Dante, Tolstoy,
Unamuno, Seferis und Kawabata auf der gleiche Rang steht, sehen.
Werke (wichtigsten): Gedichte: Garip
(mit O. Veli und O. Rýfat Zusammen), 1941; Rahatý Kaçan Aðaç
(Der Baum der seinen Ruhe verloren hat), 1946; Telgrafhane (Telegrahenhaus),
1952; Yanyana (Nebeneinander), 1956; Kollarý Baðlý Odysseus
(Odysseus mit gebundenen Armen), 1963; Göçebe Denizin Üstünde
(Nomaden über der Meer), 1970; Teknenin Ölümü (Tod des Boots),
1975; Sözcükler (Wörter), 1978; Ölümsüzlük Ardýnda Gýlgamýþ
(Hinter der Unsterblichkeit Gýlgamýþ), 1981. Roman: Aylaklar
(Müßiggänger), 1965; Gizli Emir (Geheime Befehl), 1970; Ýsa’nýn
Güncesi (das Tagebuch von Ýsa), 1974; Raziye, 1975. Dramen:
Ýçerdekiler (die Drinnen sind), 1965; Mikado’nun Çöpleri
(die Abfälle von Mikado), 1967; Dört Oyun (Vier Spiele), 1972.
Essays, Reiseberichte: Doðu-Batý (Ost-West), 1961; Sovyet
Rusya, Azerbaycan, Özbekistan, Bulgaristan, Macaristan (Sowjet
Rußland, Aserbeidschan, Usbekistan, Bugarien, Ungarn), 1965;
Yeni Tanrýlar (Neue Götter), 1974; Sosyalist Bir Dünya (Ein
Sozialistische Welt), 1975; Dilimiz Üstüne Konuþmalar (Gespräche
Über Unser Sprache), 1975; Maddecilik ve Ülkücülük (Materialismus
und Idealismus), 1977; Yasak (Verbot), 1978; Paris Yazýlarý
(Pariser Schriften), 1982.
Die Nacht in der Bauernhof
Wir waren zum Heu holen gegangen, zum Kalwerhof,
Zehn Wagen, wie schön war die Apfelton
des Ufers,
Gegen Nachmittag hatte es sich verbräunt.
Die Stille der armen Dörfer hat sich
dazu gesellt.
An der engen Weg des Abends zu uns.
Wir waren schweigend geblieben flaumige
Johannisbrotbaum
Und Kummers enge Saun entlang, merkwürdig.
So dann fängt der Soldat zum Singen.
Wie ein schöne aufwachende Meeresbrise,
Wie ein halbe Freude, die von der Himmel
herabsinkt.
Wie ein verwirrte Vogel der hinter uns
her läuft.
Zum Wassertank der Nacht fällt ein leeres
Stern,
Wie ein Tannen kiefer dröhnend,
In der tadellose Stille unsere Pferde,
Wir sind durch die alten Olivenbäume
reingegangen
Zum verfaulte Gras riechenden Hof, heiß;
Danach haben wir die Tiere losgebunden,
wir ließen sie frei
Zum endlosen Weide im Dunkel.
Im Wagen, ich lag auf dem Stroh.
Wenn die Pferde weglaufen, ich kann
nich vergessen,
Im schlaf habe ich mit ihnen geweidet,
Meine Augen und meine Lippen waren geschwollen
am morgen,
Giftige Weidenfliege hatte gebissen.
In meinem Mund knusprige Stroh.
Ich habe nachgeschaut, vierzig Schritte
entfernt von uns die Pferde,
Sie haben die ganze Zeit nur vierzig
Schritte Weg gegangen,
In dem langen Nacht des schlaflosen
Grases.
(Hinter der Unsterblichkeit
Gýlgamýþ, 1981)
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