Türkischer Maler
und Dichter, die ausgesuchten Motive aus traditioneller Ornamentik
und künstlerische Handarbeiten wurden von ihm erfolgreich zu
einer Synthese bearbeitet.
Er wurde in Görele
geboren. Am 21. September 1975 in Istanbul gestorben. Er war
das zweite Kind seiner Familie. Wärend seiner Studienzeit im Trabzon
Gymnasium wurde er Schüler von Kunstlehrer Zeki Kocamemi, der
im Jahre 1927 zu dieser Schule versetzt wurde. Durch den Einfluß
seines Unterrichts und die Aufmunterungen des Schuldirektors
ging er im Jahre 1929 nach Istanbul, um sein Studium bei der
kunstakademie Istanbul (jetzt Universität Mimar Sinan) fortzuführen.
Er wurde hier Schüler von Nazmi Ziya und Ýbrahim Çallý. Im Jahre
1930, bevor er sein Studium beendete, ging er nach Paris, zu
seinem Bruder Sebahattin Eyüboðlu. Dort führte er seine künstlerische
Tätigkeiten bei André Lhote fort. Hier lernte er auch seine
spätere Ehefrau, Rumänin Eren Eyüboðlu kennen.
Nach dem er in seine
Heimat zurückkehrte, beteiligte er sich, im Jahre 1934, an der
vierten Ausstellung der Gruppe D, mit dreizig Bildern. Er hat
im gleichen Jahr seine erste persönliche Ausstellung in Bukarest
eröffnet. In dem Diplom-Wettbewerb, im Jahre 1934, an dem er
sich betiligt hatte, wurde er der Dritte. Da er seinen Abschluß
nicht mit diesem Ergebnis machen wollte, arbeitete er bei der
Bau der Eisenbahn Çerkeþ als Übersetzer, während er sich für
den Diplom-Wettbewerb neu vorbereitete, außerdem arbeitete er
bei der Tekel Generaldirektion. Bei dem Diplom-Wettbewerb, im
Jahre 1936, wurde er mit der Komposition „Hamam“ (türkische
Bad) erster. Im gleichen Jahr beteiligte er sich zu der Ausstellung
zeitgenössische türkische Kunst, der in Moskau veröffentlicht
wurde. Im Jahre 1937 wurde er, mit Cemal Tollu zusammen, Assistant
von Léopold Lévy. Leiter der Kunstakademie. Im Rahmen des Kulturprogramms
des CHP (republikanische Volkspartei) ging Bedri Rahmi mit einigen
Malern, im Jahre 1938 nach Edirne, im Jahre 1941 nach Çorum,
um zu malen. Bei den Malereien dieser Zeit sind für die Anatoilen
eigene Erscheinungen, wie: Dorf Cafes, Kutschenwege, Braute
die Ölweide tragen, beherrschend.
Nach den 40‘er Jahren
wandte er sich zur Wand-Malereien zu. Seine erste Wand-Malerei
malte er im Jahre 1943 in Istanbul, für die Schwimmbad Lido
im Ortaköy. Im Jahre 1947 eröffnete er seine eige Werkstatt
und Gemälde- Galerie in Istanbul. Im jahre 1950 wurde in Ankara,
all seine bisherigen Phasen umfassender Ausstellung eröffnet.
Bedri Rahmi ging im gleichen Jahr nochmals nach Paris und hat
im Menschen-Museum (Musée de l‘homme) die Kunst der primitiven
Stämme untersucht. Diese Nachforschungen haben bei ihm den Weg
für die Gedanken, daß “Schön“ gleichzeitig "Nützlich“ sein
kann und die "Nützlickeit“ die Kraft der "Schönheit“
nicht mindern werde, eröffnet. Diese Denkweise hat seinen späteren
Kunstanschauung im ganzen beeinglußt und geleitet.
Im Jahre 1950 fing
er mit dem Mozaik-arbeiten an. Im Jahre 1958 verwirklichte er
für die Internationale Brüssel Ausstellung, einen 272 m2
Mozaik-Malwand und gewann mit dieser Malwand den großen Preis,
das Gold-Madaillon. Ein Jahr danach verfertigte einen 50 m2
Mozaik-Malwand, für das NATO Gebäude in Paris, daß jetzt
in Brüssel steht. Er ging zwei mal nach USA, in den Jahren 1960
und 1961. Er beteiligte sich an den vielen Ausflügen, gab Vorträge
und malte. Er gewann, in Sao Paulo Bienali, im Jahre 1969 (zwei
jährige Ausstellung) das Ehren-madaille. Außerdem wurde er im
Jahre 1940, bei dem Staatlichen Gemälde,- und Skulpturen Ausstellung,
im Bereich der Malerei, dritter, im Jahre 1943 im vierten der
gleichen Ausstellung zweite und auch im Jahre 1972, in der 33.
dieser Ausstellung gewann er den ersten Preis. Im Jahre 1976
wurde Postum eine Ausstellung in Istanbul, im Staatliche Kunst
Akademie, der zu seinen Namen veranstaltet wurde, gedänkt. Im
Jahre 1984 wurde in Istanbul mit dem Namen „von allen Zeiten
Bedri Rahmi“, eine gesammelte Ausstellung veranstalltet.
Nach den ersten Jahren
in der Akademie machte Bedri Rahmi seine ersten Kenntnisse in
der Akademie von André Lhote in Paris, trotz dieser Ausbildung
konnte er die kubistisch-kontruktive Art von André Lhote sich
nicht an eignen, denn er empfand sich den Dufy und Matisse noch
näher. Als er aus Paris zurückkam, konnte man bei den Bildern,
den er in seinen Reisen durch die Anatolien und europäische
Türkei malte und bei den Aussichtsbilder aus Istanbul, die Wirkung
von Dufy‘s Farbtönen und Linien Einflüsse sehen. Der sich von
diesen Einflüßen befreiende Bedri Rahmi, fängt an, die Volkskunst
als eine stabile Guelle anzusehen. Ausgehend von der Volkskunst,
suchte er neue Ausdrucksarten. Er ließ sich auch von Miniaturen
insprieren. Die geometrische und abstrakte Formen der Anatolische
Kelims, Harmonie der Verzierungen und Harmonie der Farbtöne
bei kunstvollen Emailarbeit, gestickte Vorhänge oder Decken,
große Doppeltaschen, gebatikte Kopftücher und Sorken wurden
als Quelle benutzt, und malte Bilde, die bei dene die Motive
an Schwergewicht gewinnnende verzierende Verhalten. Nur er gab
sich mit dem Benutzung der Motive in den Gemälden nicht zufrieden,
er ging auch zur Nachforschungen bei Farbtänen und Materialien.
Er gab Kupferstich, Mozaik, Skulpturen und Keramik ausprobierte.
Wiederum wandte er sich dem Tätigkeit der Baumwolldurck, er
arbeitete an Stoffdrukerei, er führte diese Arbeiten mit seinen
Schülern fort.
Nach seinen zwei
jährigen USA aufenthalt, trotz durch seine Anwendung zur verschidenen
Materialien abstrakte Bilde und Farb-Kombinationen, in den letzten
Jahren kehrte er von neuen zu seinen alten Themen zurück. Er
verwendete seine Erfahrungen über die Spiesgeigen, über nacht
gebauten Häuse (Gecekondu), Herbergen, eigene Porträts, Fische
und Cafes, neue Farb und Geusebe und mit der Neigung zum Naturschafte
er meisterhafte und gelungene Beispiele seine Kunst. In seinem
Werken, die auch zeitgenössische Bilderbestandteile in sich
tragen, kann man beobachten, daß je mehr sie sich dem abstrakten
annähern desto mehr wandeln sie sich zu „Stickereien“.
Bedri Rahmi hat sein
Kunstlehrer- Stellung, die er im 1927 antrat, bis zu seinem
Tode weitergeführt. In seinem Atelier in der Akademie bildete
er unzählige Schüler aus, von diese Sicht aus wurde er für die
zeitgenössisch türkische Malerei auch sehr wirksam und nützlich.
Bedri Rahmi hatte
im Jahre 1928, als er noch ein Gymnasiast war, mit Dichten angefangen.
Ab 1930 wurde seine Gedichte in den Zeitschriften Yeditepe (Sibenhügel),
Ses (Stimme), Güney (Süd), Ýnsan (Mensch), Inkilapçý Gençlik
(Revulotuinäre Jugend) und Varlýk (Sein) veröffentlicht. Die
Bewunderung, die er gegenüber der türkschen Volksliteratur,
Märchen, Gedichte und Assagen empfand, hat sich an seinen Gedichten
ausgewirkt. Die Grund-stoffe, die er von der Volkssprache und
Volksgedichte nahm benutzte er auf sein eigen Art, und er führte
seine Bemühungen, sich der Volkssprache zu nähern, bis zum Ende
fort. Mit diesen Eigenschaften zeigen seine Gedichte eine große
Ähnlichkeit mit seinen Bilden. In seinen Reiseberichten und
Essays, die er mit einer fließende und angehenme Sprache schrieb,
hat er immer seine Ansichten über die türkische Volkskultur
und Volkskunst dargelegt.
Seine (wichtigsten)
Werke: Bilder: Paris, 1930; Mustafa Eyüboðlu, 1933;
Geschriebene Stilleben, 1936; Dienstag Basaar, 1938; Eren, 1940;
Beschlagene Ochse, 1947; Denkende Mann, 1953; Bäverin, (Zug-Schlafwagon),
Gemälde und Skulptur Museum Istanbul; Beeren- Verkäufer, 1954;
Hockend Bauer, 1972; Pappeln von Ankara, 1973; Hacý mit dunkel
Violetten Käppchen, 1974; Letzte Kaffee, 1975; Anadoluhisarý,
Gemälde und Plastik Museum Ankara; Akt; Inneres Teil des Hauses,
Gemälde und Plastik Museum Istanbul; Herberge, 1975; Letzte
Gemälde.
Wond Malerei:
Wandmalerei bei der Schwimmbad Lido, 1943; Ortaköy, Istanbul;
Wandmalerei bei der Hilton Hotel; Wondmalerei bei der Divan
Hotel.
Mosaik-Tafel:
Für die International Ausstellung Brüssel, 1958: Mosaik-Tafel
für die NATO Gebäude, 1959; Brüssel, Keramik Tafel für die Arbeilerversicherungskrankenhaus,
1959; Samatya/ Istanbul; Keramik-Tefal bei der Etibank-Bau,
Ankara; Mosait-Tafel an der Marmara Hotel, Ankara; Mosaik Tafel
an der Bau von Vakko-Fabrik, Topkapý/Istanbul.
Wandrelief: Wandrelief
bei der Manifakturwarenmarkt, Unkapaný/ Istanbul; Wandrelief
bei der Geschäftshaus Aksu, Karaköy/Istanbul.
Gedichte: Briefe
an den Schöpfer, 1941; Schwarze Maulbeer 69, 1969; Fall dich
schwarze Kupper füll dich, 1974, Gesammelte Gedichte; Leh habe
gelebt (Postum), 1977.
Reise und Essay:
Mein geliebte Anatoilen 1953; Getrocknete Kuhmißt, 1975;
Tollkopf, 1975; Beim Beginn zu malen, (Postum) 1977.
Honografhie: Nazmi
Ziya, 1937
Bilder Album:
Tausendund eine Bedros (Postum) 1977, Schwarze Haulbeer
(Postum)1979, Babatomiler (?) (Postum), 1979.
as Eid, was im
Vorraum des Ateliers von Bedri Rahmi HängtIch schwöre, daß
ich alles studieren werde Was bis zu diesen Tagen, im Bereich
der Malkunst
Alles gemalt wurde.
Unter denen,
die sich in der Welt durchgesetzt haben,
Die zu auslesen,
die mich am meisten fesseln.
Meine eigenen
Untersuchungen und Proben,
Dazu fügen
werde.
Das gewohnte,
klischee-mäßige, das mühelose,
Klischeehafte,
durczerkaute, geschmacklose,
Zu jeder Linie
die von meiner Hand entsteht
Jeden Fleck
Jeden Farbton
Jeden Tupfer
Meinen Verstand
Meine Erfahrungen
Meinen Kummer
Mein Leben,
mein Herz einsetzen werde.
Die Luft die
ich atme, das Wasser das ich trinke, die Erde die ich betrete
Ich scwöre
Über meine
Augen, meine Ohren, meine Nase
Meine Hände,
mein Rücken, meine Zunge, meine Haut.
Ich schwöre
An dem Tag,
an dem ich dieses Eid breche,
Werde ich von
hier wegschreiten.
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