Arif Bey (Hacý) (1831-1885)  
 

    Türkische Komponist. Als Lied Kompositör eröffnete er einen neuen Phase.

    Er wurde in Istanbul, in der Ortschaft Eyüp geboren. Er war der Sohn von Bekir Efendi, der bei der Religionsgesetzliche sGerichtshof als erste Sekretär beschäftigt war. Er sog die Aufmerksamkeit der Kunstkenner noch in  der Volkschule, durch seine schöne Stimmme. Zuerst hat  sich Zekâi Efendi (Dede) mit ihm beschäftigt und hat ihn zum Kompositör Eyyubî Mehmet Bey gebracht. Arif Bey nahm seinen ersten musikalischen Geschmack und Kenntnisse von Mehmet Bey. Der sechs Jahre ältere Zekâî Efendi, der wertvolle Kompositör der Zukunft, hat ihn mit seinem Lehrer Dede Efendi bekannt gemacht; auch Dede Efendi sah, daß er eine große Begabung für Musik hat. Arif Bey begann, im Jahre 1844, mit Hilfe von Mehmet Bey, bei der Kriegsministerium als Beamte, an. Einerseits arbeitete er,  andererseits nahm er sich Zeit für Musik. Eine Zeitlang nahm er bei der Musik Unterrichts von Kaiserliche Orchestra, teil. In kurze Zeit späte erfährt Sultan Abdülmecid die Schönheit seine Stimme und ließ ihn zum Kaiserliche Orchestra aufnehmen. Sein Musiklehrer im Palast ist der Kompositör Haþim Bey. Er hat die Unterrichts von Haþim Bey in hohem Maße genutzt und lernte von ihm hunderte von Stücke. Es wird behauptet, daß er sein Gesangstil von ihm nahm. Abdülmecid zeigte dem Arif Bey hohen anteilnahme im Palast; er hat ihn bis zu den Rang Kammerherr erhöht und mit dem Medicî Auszeichnung belohhnt. Arif Bey führte den Dienst der Musiklehrer von Leibeigenen Dienerinnen in Harem, aus. Während diese Unterrichts verliebte er sich in den Cariye Çeþm-i Dilber. Mit der Erlaubnis der Sultan heiratete er mit Çeþm-i Dilber und trennte sich vom Palast. Sie haben zwei Kinder bekommen. Aber diese Ehe dauerte nicht lange. Çeþm-i Dilber hat die Kinder an Arif Bey überlassen und heiratete mit einem Händler. Arif Bey hat seinen Kummer in den Versen “Warum hast du mich verlassen oh du grausamer“, “Paßt es zu deine Schönheit, du alle schönste”. Und komponierte dieses Lied in der Tonfolge von Kürdilihicazkâr.

    Einige Zeit späte wurde er von Abdülmecid als “Sänger (Serhanende)” ins Palast berufen, wurde wieder als Musiklehrer in Harem verpflichtet. Der Kommmpositör hat sich wieder zu eine Cariye, in Zülf-i Nigâr Haným,verliebt. Als diese Fall in der Palast umgesprochen wurde, gab Sultan Abdülmecid seine Einverständnis für ihre Vermählung. Als Zülf-i Nigâr, kurze Zeit späte, durch Tuberkulose starb, komponierte er aus seiner Kummer heraus die Lieder “Es gibt kein Medikament für mein  zerbrochenes Herz” und “Du bist wie der Gürtel an meine Haut mein Herz, mein Feenantlitz- Mein Nigâr, mein Geliebte, mein fließende Seele”, die seinen Kummer ausdrückten.

    Der Kompositör, der bei seinem zweiten Vermählung sich wieder von dem Palast entfernt hatte, wollte wieder in den  Palast zurückkehren. Im Jahre 1861 war Abdülmecid gestorben und sein Bruder Abdülaziz war auf den Thron gestiegen. Arif Bey wurde in der Fasýl-Gruppe der Palast als “Serhanende” eingestellt, die unter der Leitung von Kompositör Rýfat Bey dirigiert wurde, außerdem wurde er wieder als Musiklehrer mit den Harem- Cariyes beauftragt. Dieser Pflicht der ihn zwei mal zum Ehe führte, gab beim dritten mal den gleichen Endergebnis. Arif Bey hat sich diesmal in die Nigârnik Haným, die Gesellschafterin von Valide Sultan (Sultan Mutter), verliebt. Diese Liebesbeziehung, der bei der Musik Unterrichts blühte, wurde durch die Genehmigung von Sultan und Valide Sultan, mit der Ehe abgeschlossen.

    Die Ehe mit dem Nigârnik Haným dauerte bis zum Ende seines Lebens und die dritter Verpflichtung von Arif Bey im Palast dauerte zehn Jahre. Er war  am Gipfel seines Ruhms. Er war der meist gesuchte Sänger der musikalischen Zusammenkünfte die in der Musikmilieu von Istanbul, und in den Herrenhäusern, in den privaten Übungshäusern, stattfand. Im Jahre 1871 hat er sich wieder von der Palast entfernt. Er war  bei der Beykoz Aþar Verwaltung der Regierungsrat fünf jahrelang als Beamte tätig. Nach dem Tod der Sultan Abdülaziz nahm man bei der Reichsorchestra Reinigungsarbeiten vor, dabei wurde auch Arif Bey eintsweilig zum Ruhestand geschickt. Nach den drei monatigen Sultanat von Murat V. Bestieg den Thron Sultan Abdülhamid. Der Kompositör blieb längere Zeit arbeitslos, bekam Unterhalts Schwierigkeiten. Er hat sich zu seinem Bauernhof in Zincirlikuyu zurückgezogen und hat sich von der Umgebung entfernt. In der Zwischenzeit entwickelte sich der Krieg von 1877-78, der osmanisch,- russische Krieg (93. Krieg). Arif Bey hat die Kriegsjahre in seinem Bauernhof mit Unterhalts Problemen verbracht.

    Als der Krieg beendet war,spürte der osmanische Palast, die Abwesenheit der Kompositörs von neuen. Der Zustand von Arif Bey wurde dem Sultan Abdülhamit mitgeteilt. Über dies wurde der Kompositör von neuem im Palast verpflichtet. Nach den Erzählungen einer seiner Schüler des Kompositörs, Levon Hancýyan, wurde seine Wiederaufnahme zum Palast wie folgend abgelaufen. Nasýreddin der Schah von Persien, der die Musik von Arif Bey gern hatte,lud Arif Bey zum persischen Schloß, ein, und Bittet Sultan Abdülhamit, daß er der Komponitör die Erlaubnis gebe. Obwohl der Sultan, die türkische Musik nicht so gern hat wie der anderen Herrscher, hatte er die Werke von Arif Bey gern, mitteilte dem Schah mit,daß er von der Entfernung des Kompositörs keine Ahnung habe, und läßt ihn von neuem zum Palast nehmen. In der Zwischenzeit komponierte Arif Bey einen Gasel von Þirazlý Hafýz und führte vor dem Schah,der nach Istanbul gekommen war, vor. Schah, der an dem Stück großen gefallen fand, belohnte den Kompositör mit einen Orden.

    Zum vierten mal bei der Reichsorchestra verpflichtete Arif Bey wurde die Rang des Kolaðasý (einen Offiziersrang zwischen Hauptmann und Major), vergeben aber das war eine kleine Rang für ihn. Arif Bey fängt an einen bestimmten Unbehaglichkeit zu spüren, weil er die Aufmerksamkeit die er von den früheren Sultans sah, von Abdülhamid II. nicht bekamm. Der Palast hatte seine alte lebendige Atmosphäre  auch verloren; die politische Lage spannte sich fortwährend. Als der Kompositör die erhoffte Aufmerksamkeit von Abdülhamit II. nicht sah, sog sich von Zeit zu Zeit zu seinem Haus in Zincirlikuyu zurück und suchte die Glücksgefühl, die ihm eine einfache Leben geben könnte aber von Zeit zu Zeit zeigte er auch Reaktionen vor die eine Auseinandersetzungen mit dem Sultan ins Auge  fassen mußte. Als Abdülhamit ihm die Befehl gab  “Sing diesen Lied”, ließ er durch den Kammerherr der Beschwerde überbringen, daß “Ich habe von seinem Vater sehr viel Achtung genossen”. Er kann mir keinen derartigen Befehl geben, wie;   “Sing dieses Lied”. In der Kunst hat die Willenserklärung des Sultans keinen Gültigkeit. Entgegen dieses Antwort wurde er im Palast verhaftet und eingesperrt. Fünfzig Tage nach seine Verhaftung hat er den Lied in der Tonfolge Nihavend "Ich bin ein Vagabund dessen Stern gefallen ist, ich bin verliebt und herrenlos”, komponiert. Dieses Lied wurde, nachdem das Wort, daß sich in der ersten Zeile befindet, “Ahter” die “Stern” bedeutet,  durch den Begriff “talii düþkün” die den Bedeutung “verderbtes Schicksal” hat, gewechselt wurde, vor dem Sultan gesungen. Der Sultan vergab dem Kompositör als ihm das Lied gefiel.

    Arif Bey führte seinen Unterrichts bei der kaiserlichen Orchestra bis zu seinem Tode aus. Er starb in Istanbul. Er wurde bei der Derwischkloster Yahya Efendi begraben.

    Hacý Arif Bey war einer der größten Komponisten der türkischen Musik. Er verschaffte für die Liedform einen ganz neuen Identität die der Komponisten der klassischen Epoche nie benutzt hatten, als ein Lied- Kompositör eröffnete er einen neuen Ära. Nach Arif Bey wurde der “Lied” einer der meist verarbeitete Form der Komponisten geworden.

    Arif Bey komponierte in der klassischen Formen einige Werke aber als er sah das er dabei nicht erfolgreich wurde, hat er sich direkt an die Lied- Komposition gewendet. Er wollte sich von der schweren, mystischen Ausdrucksweise, Komposition, zu der Semai Form eigenen Stile (eine Musikart der keine Regel hat und durch zuhören erlernt wird), und vom obligatorischen  Singen befreien, dafür wollte er noch einfacher und gefühlvoller Lieder komponieden, die das Volk noch leichter genießen konnten. Die Lieder die er mit diese Auffassung komponierte, trägt in der Form und Stil Betrachtung, eine außergewöhnliche Bedeutung. Wenn man es aus der Sicht der Formbildung betrachtet, stellt man fest, daß der Kompositör die Lieder in eine Auffassung bearbeitete, der einen bestimmten Regel haben muß. In der klassischen Phase waren die Form und Stil der Lieder nicht deutlich genug; die Lieder konnten nur durch ihr Stil von den anderen Formen unterschieden werden, außerdem waren sie meisten in freie Form. Unter den früheren Liedern waren  die Zahl der Werke, die zum Form der Lieder oder an die verschiedenen Struktur Formen als Beispiel vorzuzeigen wäre, nicht wenig, aber daß die Liedformen an die bestimmten  Regeln gebunden wurde, verwirklichte sich erst bei den Kompositionen von Arif Bey. Arif Bey beeindruckte die späteren Kompositöre in dieser Richtung, und somit nahm das Lied seinen festen Form.

    Arif Bey unterscheidet sich auch durch die Stilauffassung, von den früheren Kompositören. Obgleich seine Werke heute von den klassischen Chor Programmen gesungen werden, sind sie nicht in der klassischen Stil. In seinen Werken werden, entgegen seine Regelhaftigkeit in der Form, wird in der Ausdruck nicht an die strengen Regeln der klassischen Phase gehörende freier Lyrizm gesehen. Zum Unterschied zu der an die früheren traditionen gebundene Kompositöre,  bearbeitete er meistens individuelle Themen, die Themen manche seine Lieder gehen direkt aus seinem Leben heraus. Seine deutlichste Eigenschaft wäre, daß er ohne von den Feinheiten der Musik zu opfern, an die musikalischen Geschmack der breiten Gesellschaftsschichten Antwort geben konnte. Die Zeit, in der er lebte war eine Zeit wo die Musikgeschmack des Volkes die Musikgeschmack des Palastes beeinflußte. Musik wurde nicht mehr nur in den Palasten, Derwischklostern gesungen und gehört, sondern außerhalb diese Umgebung, besonders in den Herrenhäusern, Strandvillas auch. Die Liederstil von Arif Bey, die eine Umwandlung der Musikgeschmack reflektierte, beeinflußte fast alle Lied Kompositöre,so daß sogar in den  Werken die in klassische Formen komponiert wurden, sein Einfluß ersichtlich wurde.

    Seiner Lieder sind aus der technische Sicht fehlerlos,  reich an Tonfolge und Harmonie, und es zeigt Rythmus- mannigfaltigkeit. Besonders die Lieder die er “nevzemin (neue Art)” benannte, sind die augenfälligsten Beispiele für die Reichtum und Mannigfaltigkeit, die, die aus sechs oder acht Verszeilen bestehen, und in dem er Stil- Wechsel durchführte. Er hat Lieder in dem er obwohl gleiche Tonfolge und die gleiche Stil benutzte, sehr verschiedene Gefühle hervorrief. Er hat sehr weniger Lieder der zueinander ähneln. Er fällt niemals zu Monotonie; er versteht es, daß fast in allen seine Lieder einen neuen Farbton, Nuance zu mischen, er erwischt bei dem Tonfolge die er benutzt, einen Richtung der bis dahin nicht durchgenommen wurde. Die Stil des “müsemmen (acht Einheiten umfassend)”, mit acht Einheiten und drei Takt, ist seine Erfindung. Er benutzt die türkische Aksak (lebhafte Taktart in der türkischen Musik) in eine sehr erfolgreiche Weise. Die Text und Komposition in seinen Werken sind in eine vollkommene Einheit. Auch die Tonfolge Kürdilihicazkâr wurde von Arif Bey entwickelt. Die Tonfolge Kürdilihicazkâr wurde, die seine Ausdrucksmöglichkeiten sehr weitläufig sind, einer der meist benutzte Tonfolge. Die Lieder, die Arif Bey in diese Tonfolge komponierte und seine persönliche Stil reflektieren,trägt einen originällen Schönheit.

    Arif Bey der eine sehr produzierfähige Künstler war, komponierte an manchen tagen bis zu sieben, acht Lieder. Einmal komponierte er einen Text, der ihm Sultan Aziz gab, in sieben verschiedenen Tonfolge. In diese produzier Reichtum mußte der Künstler jeden Gedicht der ihm unter die Hand kam, ohne nach den Inhalt und Wert zu schauen, komponieren. Aus diesem Grunde sind die Texte manche seinen Lieder unzureichend.

    Hacý Arif Bey war im ganzen ein Kompositör der in der mündlichen Ausbildungstradition der türkischen Musik aufwuchs. Er konnte keine Note, er konnte auch keinen Instrument spielen. Aber er hatte einen sehr kräftigen Gedächnis, er konnte über Tausend Werke auswändig. Er war ein sehr gute Sänger. Er bildete Schüler wie; Þevki Bey, Levon Hancýyan, Zati Arca, aus. Arif Bey veröffentlichte auch einen Sammelband über  Liedtexte die er Mecmua-i Arifi ernannte und es gibt in dieses Sammelband auch eigener Lieder. Es wird behauptet, daß er über Tausend Werke komponiert hat, aber es hat nur 337 Stück davon,mit seinen Noten bis zu unsere Tage überlebt. Davon sind 327 Stück Lied, 10 Stück sind Werke in anderen Formen. Von diesen 10 Stück sind die 6 Stücke Gebetshymnen, eine ist Doppelreim, eine Komposition und eine Yürük Semai.

    Werke (wichtigsten): Ist das ein Kneipe oder Gesprechsrunde der Volksversammlung; Leide nicht an der Schmerz der Welt; Es gibt keinen Medikament für die Liebeskrankheit; mein heilig   angesehene Schicksal geht in die schmerzlichen Herzen; Durch deinen Kummer fließt Blut aus meinen Augenlicht; Der Sonne ist untergegangen und die Welt verdunkelte sich;  Laß dich nicht durch meine Haare auflösen, du Herzensdieb von Herzensbindern; Während ich die Duft des Treue wartete neben dem Gärtner; Der Liebe des Kneipengesellschafts  läst sich nicht durch Kopfschmerzen verderben; Ich störe ein bischen  die Geliebte, mit meine schönen Rede; Die Geliebte warf einen anerkennenden Blick; In der Morgenstunde wehte eine frische Frühlingsbriese und eröffneten sich die Rosen; Zahle die Betrübnis der Kummer und Schmerz nach und nach aus;  Die Verliebten (es kann gleichzeitig Volksdichter bedeuten) gründeten einen Versammlung in der Kneipe;  Es reicht Nachtigall, dein Aufschrei hat meinen Herz getötet; Dem Rausch deinen Blicke kann kein Herz wiederstehen; Schließe nicht nach dem Aussehen einen anderen Menschen ein; Es wurde Frühling mein Herr, zu Hause hält man nicht aus.

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