Türkische Roman und Geschichtenschreiber.
Er schrieb die ersten erfolgreichen Romane in der türkischen
Literatur, die dem westlichen Romanvorstellungen entsprach.
Er wurde in Istanbul geboren und am 22 März
1945 in der gleichen Stadt gestorben. Nach der Schule in seine
Stadtviertel ging er zu Fatih Rüþtiye (es entsprach dem heutigen
Mittelschule). Als sich die finanzielle Lage seines Vaters verschlechterte,
siedelten sie nach Ýzmir um. Halit Ziya ging hier eine Zeitlang
zur Rüþtiye, danach wurde er zu Klosterschule geschickt, damit
er französisch lernen konnte. Die ersten Übersetzungen aus dem
französischen machte er in diesen Jahren. Er hat mit Tevfik
Nevzat die Zeitschrift Nevruz, im Jahre 1884, die Zeitung Hizmet
(Dienst), im Jahre 1886, veröffentlicht. Er hat seine ersten
Romane in diese Zeitung veröfftlicht. Nachdem er die Schule
beendet hatte, arbeitete er einerseit in der Izmir Rüþtiye als
franszösische Sprachlehrer, andereseits arbeitete bei der Osmanlý
Bankasý (osmanische Bank) als Angestellter. Im Jahre 1893 kam
er als Erste Sekretär in der Regie-Verwaltung um dienst zu leisten
nach Istanbul. Er hat mit den Schriftstellern wie; Hüseyin Siret,
Mehmet Rauf, Rýza Tevfik, Hüseyin Cahit und Ahmet Rasim Freundschaft
geschloßen und hat sich an die Gesellschaft Edebiyat-ý Cedide
(türkische Literaturperiode von 1896-1908) angeschloßen, bei
der Zeitschrift der Gesellschaft Servet-i Fûnun die ihm breiten
Ruhm ermöglichenden Romane veröffentlicht. Obwohl er zwischen
1901-1908 das Schreiben aufgab, fing er in der Phase der II.
Konstitutionalismus von neuen an, nur er hat bis 1923 seine
Werke nicht veröffentlicht. In der Zwischenzeit unterrichtete
er bei der Darülfünun (Universität) Ästhetik und westliche Literatur.
Als Mehmet V. den Thron bestieg, wurde er zum Ersten Sekretär
des Sultans ernannt, vier Jahre blieb er in diesem Dienst. Danach
wurde er Verwaltungsratsvorsitzender bei der Regie-Verwaltung.
Er verbrachte seine letzten Jahre, in seinem Haus in Yeþilköy,
mit dem Memorienschreiben.
Die ersten Romane von Uþaklýgil, die er in
Izmir geschrieben hatte, wie Nemide, Bir Ölünün Defteri (die
Heft eines Toten), Ferdi ve Þürekâsý (Ferdi und seiner Gesellschafter),
sind traurige, gefühlvolle kurze Romane dessen Thema von der
unerwiederte Liebe handelt. Mit dem Roman Mai ve Siyah (Blau
und Schwarz) die er nach seine Ernännung nach Istanbul schrieb
und in der Zeitschrift Servet-i Fünun veröffentlicht wurde,
kann man beobachten, daß er seine Unerfahrenheitsphase hinter
sich gelassen hat. die traurige Liebesabenteuern, die in seinen
früheren Romanen an der Vordergrund stand, wurde hier auf die
Hintergrund gestoßen. In diesem Roman wiederspiegelte er einerseits
die Vorfälle die zwischen der Dichtern, Jornalisten, Verlegern
und Schriftstellern und die Welt der Babýali (Kaiserlich-Osmanische
Regierung), andereseits an der verträumte Persönlichkeit von
Ahmet Cemil, die Ansichten der ganzen Edebiyat-ý Cedide Generation,
die gegenüber der Realitäten diese Zeit am Leben scheitern.
Der Roman Aþk-ý Memnu (Verbolene Liebe), die er zwischen 1898-1900
geschrieben hat, wird als erste große türkische Roman anerkannt.
In dem Werk, der einen stabilen Bau und Technik hat, wurden
die psychologischen hintengründe des Vorfalls in einer realistische
Art dargelegt. Es wird die Geschichte von einer jungen und schönen
Dame erzählt, die mit eine reichen Mann heiratet, aber gegen
seinen Vorsatz, ihrem alten Ehemann treu zu bleiben, sich durch
die unwillkürlichen Vorfälle zu eine verbotenen Liebe treiben
läßt.
Uþaklýgil hat sich bemüht nach der Kunstauffassuns-Richtung
der Edebiyat-ý Cedide eine neue Sprache zu ergründen. Er erschuf
eine Sprache, an dem er persische und arabische Wörter benutzte,
die sogar in osmanische Sprache nicht vorkamen, außerdem bildete
er Fügungen dessen Regeln in der türkischen Sprache nicht existierte
und die von der täglichen Sprache ganz anders war, dadurch entstand
eine geschmückte, künstliche Kunstsprache. Aber nach dem er
den Roman Aþý-ý Memnu geschrieben hatte,veränderte sich seine
Sprachauffassung,er fand die Sprache der Edebiyat-ý Cedide überaus
geschmückt, hochtrabend und künstlich, deswegen entschied er
sich seinen neuen Roman Kýrýk Hayatlar (Zertrümerte Lebens)
mit eine einfachen Sprache zu schreiben. Nach Jahren, als neue
Auflagen seine Werke gedruckt wurden, fand er sich genötigt,
dessen Sprache einigermaßen zu vereinfachen. Als seine letzte
Roman Kýrýk Hayatlar in der Zeitung Servet-i Fünun als Fortsetzungsroman
veröffentlicht wurde, im Jahre 1901, wurde es durch die Einmischung
von Zensur unterbrochen und wurde im Jahre 1923 von neuen gedruckt.
In dem Einleitung, den Uþaklýgil zu seinem Roman schrieb, betonte
er, daß der Roman Kýrýk Hayatlar wie seine frühere Werke sich
nicht an Phantasie und Verzierung anlehnt, sondern ganz umgekehrt,
daß es die Realitäten wiedergibt.
Uþaklýgil schrieb sehr viele Geschichten und
er spielte eine ganz wichtige Roller dabei, daß sich die westliche
Art Geschichtenauffassung in der Türkei verbreitete. Er nahm
die Themen und die Charaktere seine Geschichten aus der armen
Viertel und brachte die Schmerzen diese Menschen zu Sprache.
Die Interessengebiete von Uþaklýgils Romanen
sind sehr beschränkt. Während er seine Charaktere und ihre Probleme
bearbeitet, schreitet er aus eine begrenzten Lebensrahmen nicht
raus. Die Hauptthemen seine Romane basiert auf die Enttäuschungen
der empfindsamen Frauen und Männer die sie in der Liebe erleiden.
Aber es wird beobachtet, daß seine Libesauffassung eine Wandlung
erlebt und die Themen sich von der schwärmerischen zum realistischen
verwandelt. Die platonischen und romantischen Liebesbeziehungen
in den ersten beiden Romanen verwandeln sich in seinem letzten
beiden Romane zum verbotene Liebesbeziehung, der in sexuelle
Leidenschaft beendet.
Trotz gegen begrenzte Lebensraum wurde Uþaklýgil
als Vorreiter der türkischen Roman genannt. Weil vor ihm keine
der türkischen Schriftsteller den Roman als Kunstwerk akzeptierte
und keine nahm es so ernst wie er, keine verwendete den nötigen
künstlerischen Eigensinn für die Bau und Technik des Romans.
Werke (wichtigsten): Romane: Nemide,
1889; Bir Ölünün Defteri (Die Heft eines Toten), 1889; Ferdi
ve Þürekâsý (Ferdi und seiner Gesellschafter), 1894; Mai ve
Siyah (Blau und Schwarz), 1897; Aþk-ý Memnu (Verbotene Liebe),
1900; Kýrýk Hayatlar (Zertrümerte Lebens), 1923. Geschichten:
Bir Muhtýranýn Son Yapraklarý (Letzten Blätte eines Memorandum),
1888; Bir Ýzdivacýn Tarih-i Muaþakasý (Die Verehelichungsgeschichte
eines Zusammenlebens), 1888; Heyhat (ach! Wie Schade), 1894;
Solgun Demet (Verwelkte Bund), 1901; Sepette Bulunmuþ (Im Korb
Gefunden), 1920; Bir Hikaye-i Sevda (Eine Liebesgeschichte),
1922; Hepsinden Acý (Bitter als alles andere), 1934; Onu Beklerken
(als ich auf ihn Wartete), 1935; Aþka Dair (Über die Liebe),
1936; Ýhtiyar Dost (Altes Freund), 1939; Kadýn Pençesinde (In
den Krallen eine Frau), 1939; Ýzmir Hikayeleri (Geschichten
aus Ýzmir), (postum), 1950. Spiel: Kabus (Alptraum),
1918. Erinnerungen: Kýrk Yýl (Vierzig Jahre), 1936; Sara
ve Ötesi (Sara und Anderen), 1942; Bir Acý Hikaye (Eine Bittere
Geschichte), 1942. Gedicht: Mensur Þiirler (Prosa Gedichte),
1889. Essay: Sanata Dair (Über die Kunst), 3 Bände, 1938-1955.
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