Osmanischer Dichter
und Schriftsteller. Er war der Erste, der die Schriften der
westlichen Literatur in die türkische Gesellschaft einführte.
Er kam am 21 Dezember
1840 in Tekirdað zur Welt und starb am 2. Dezember 1888 in Sakýz
Adasý. Sein eigentlicher Name lautet Mehmet Kemal, den Namen
Namýk hat ihm der Dichter Eþraf Paya gegeben. Sein Vater, Mustafa
Asým (Bey) war während der Herrscherzeit des II. Abdülhamid
als Vorsitzender der Astronomi tätig. Als er seine Mutter sehr
jung verlor, hat ihn sein Großvater Abdüllâtif Paþa aufgezogen.
Seine Kindheit hat er in verschiedenen Städten von Rumelien
und Anatolien verbracht. Daher wurde er privat unterrichtet.
Er lernte arabisch und persisch. Mit 18 Jahren ging er nach
Istanbul zu seinem Vater. 1863 war er im Babiali Übersetzungskammer
als Sekretär tätig. Während den vier Jahren, die er dort arbeitete
machter die Bekanntschaft von bedeutenden Denkern und Künstlern.
Er trat in die geheime Gesellschaft Ittifak-ý Hamiyet, die 1865
gegründet und später unter dem Namen „Die Neue Osmanische Gesellschaft“
eröffnet wurde ein. Nebenbei schrieb er für die Zeitung Tasvir-i
Efkâr; worin er den Staat kritisierte. In der Anführung und
Anleitung der Neuen Osmanischen Gesellschaft wurde der Zeitung
publikatinsverbot eingeführt. Um auch Namýk Kemal aus Istanbul
zu entfernen wurde er zum Gehilfen des Gouverneur von Erzurum
ernannt. Um nicht dort hinzugehen hat er dieses mit verschiedenen
Hindernissen verzögert und flüchtete dann anschließend auf die
Aufforderung von Mustafa Fazýl Paþa mit Ziya Paþa nach Paris.
Nach einer gewissen Zeit ging er nach Londen über und begann
dort mit der finanziellen Unterstützung von M. Fazýl Paþa in
der Muhbir Zeitung zu schreiben, die Ali Suavi unter den Namen
von den Neuen Osmanen eröffneten hatte. Da sie nicht miteinander
auskamen hat er sich von der Muhbir Zeitung getrennt. 1868 hat
erneut mit der Unterstützung von M. Fazýl Paþa eine andere Zeitung,
mit den Namen Hürriyet eröffnet. Infolge von verschiedenen Verständigungsschwierigkeiten,
hatte er keine Unterstüzung mehr in Europa. So kehrte er auf
die Aufforderung des Polizeipräsidenten Hüsnü Paþa 1870 zurück
nach Istanbul. 1872 mietete er mit den Herrn Nuri, Reþat und
Ebüzziya die Ýbret Zeitung. In dem selben Jahr wurde durch ein
artikel von ihm die Zeitung von Seiten der Regierung für vier
Monate gespärt. Damit Namýk Kemalerneut von Istanbul zu entfernen
wurde er zum Regierungspräsidenten von Gelibolu ernannt. Mit
dem Theaterstück, den er dort zu schreiben begann, hat er 1873
durch die Aufführung in dem Gedikpaþa Theater aufsehen und unruhen
beim Volk erweckt. Infolge der Verbreitung dieser Nachricht
von der Ibret Zeitung wurde Namýk Kemal, der sich zu diesem
Zeitpunkt in Istanbul befand, mit vielen anderen Freunden geminsam
verhaftet. Diesmal wurde er nach Magosa mit Festungshaft verbannt.
1876 kehrte er mit der Verkündung der I. Konstitutionalismus
zürück nach Istanbul. Er wurde zum Mitglied des Staatsrats.
Er beteildigte sich am rat, welches die Verfassung vorbereitete.
Als 1877 der Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Rusland
ausbrach wurde Namýk Kemal auf das Aufheben der (Meclis-i Mebusan)
von Seiten des II. Abdülhamid, festgenommen. Nachdem er fünf
Monate in Haft blieb wurde er zur der Lesbos Insel verschoben.
1879 wurde er zum Regierungspräsidenden von Lesbos ernannt.
Mit der selben Aufgabe wurde er 1884 nach Rodos, 1887 zu der
Chios Insel geschickt. Ein Jahr danach starb er hier und wurde
in Bolayýr Gelibolu vergraben.
Namýk Kemal schrieb
seine ersten Gedichte als er noch sehr Jung war, man könnte
sagen im Kindesalter. Als er nach Istanbul kam hat er für den
Akademicrat, was sie mit der alteren und jungeren Generation
von Dichtern gemeinsam gründeten und für einigee Dichter vom
Divan Nachdichtungen geschrieben. Bis zu der Begegnung mit Þinasi
sieht man in seinen Gedichten mystische Eindrücke. In dieser
Zeit wurde er insbesondere von den Dichtern Avni aus Yeniþehir
und Galib aus Leskof beeinflußt. Nach der Begegnung mit Þinasi
hat sich auch der Inhalt seiner Gedichte geändert. Neben den
Einführungen aus der Alltagssprache, hat er mit gauz neuen Begriffen
wie „Kampf ums Freiheit“, „Ketten der Gefangenheit“, „Staat“,
„Das Herz ist das Volk“, die bis zu diesem Zeitpunkt in der
traditionelllen türkischen Lyrik nicht vorkam, in der nachdichtung
die direkte Aussage der Gedanken bezweckt. Die Folgen wie der
kriege zu. Bosnien und der Herziegowina, der 93 Kriege hat seine
Heimatsgedichte Beeinflußt. Die bekanntesten unter dieser Gedichten
lauten „Vâveyla“, „Heimatselegien“, „Heimatslieder“ und „Freiheitselegien“.
Obwohl Namýk Kemal mit seinen Gedichten nicht besonders bedeutendes
in der Methode der Lyrik eingeführte, hat er für seine Epoche
mit seiner direkten Ausdrucks weiße und mit den neuen Begriffen,
die er in seine Gedichte einführte, die türkische Lyrik von
der possiven Art der Divan Lyrik befreit. All diese Besonderheiten
hatten dazu geführt, daßer als Heimatsdichter in den Erinnerungen
haftet.
Da Namýk Kemal auf
Theaterstück besandoren Wert legte, hatte er sechs Stücke geschrieben.
Das Stück Heimat oder Silistria, was vaterlandsliebe und Heldentum
bearbeitet, ist kein Stück was nur innerhalb der Staatsgrenzen
Begeißterung erweckte. Auch Europa war von diesem Stück begeißtert
und es wurde in fünf Sprachen übersetzt. Gülnihal, ist ein weiteres
Theaterstück worin er seine Reaktion gegen Unterduckung und
Zwang auf eine dramatische weiße darlegt. Gülnihal sprieb es
während seinen Famagusta Aufenthalt. Bei der Aufführung des
Stückes wurden viele Akte durch Zensur der Aufführung verboten.
In einem weiteren Stück der Akif Bey (Herr Akif), den er ebenfalls
in Famagusta sehrieb, erzählt er die Geschichte eines Marieneoffiziers
der zum Meer hinaus muß, wobei ihm während dieser Zeit seine
Frau nicht treu bleiben will. Hier bringt er auch eine moralische
Ebene ein. Und „Der hilflose Junge“ wiedersetzt sich gegen eine
Heirat, die durch Zwischenpersonen ermöglicht wird. Celaleddin
Harzemþah ist ein füngzehn aktiges Theaterstück von Namýk Kemal,
was ihm selbst am meißten gefällt. Das Stück handelt von der
Persönlickeit des Celaleddin Harzemþah, der die islamische Welt
vor den Mongolen schützt. In diesem Werk hat Namýk Kemal den
Gedanken, daß der Islam ein Verein- Bund sei, sehr ausführlich
bearbeitet und wiedergegeben.
Sein erster Roman
"Das Erwachen“ wurde 1876 veröffentlicht. Mit den folgenden
Eigenschaften, der Seelenanalyse ein Versuch einer Situation
aus gesellschaftlichen und individuellen Sicht zu betrachten
und den Außenwelt Beschreibungen ist dieser Roman "Das
Erwachen“ ein Neubeginn im türkischen Roman. Die Kritiker sind
bei diesem Roman alle der Meinung, daß Namýk Kemal mit diesem
Werk keine literarische Ebene erreicht hätte. Der Roman Cezmi,
was er vier Jahre danach veröffentlichte, is ein historischer
Roman. Es ist ein Roman worin eine Liebesgeschichte von Adil
Giray dem Prinzen von Krim und die Abenteur von Cezmi, der versucht
ihn zu retten. In diesen Roman sind die Spuren der europäischen
Romantik zu vernehmen.
Einer der größten
Interesse galt sein Lebenlang der Geschichte. Seinem Werk (Devri-Istila)
was die Gründung und der Aufschwung des Osmanischen Reiches
wiedergibt wurde mit Begeißterung gelesen. Der Roman Evrak-ý
Periþan (1872) gibt die historischen Persönlichkeiten wie Selahaddin
Eyyubi und Fatih wieder. Der Roman (Barika-i Zafer) erzählt
die Wieder oberung Istanbuls. Der Roman Vanisza und Belagerung
Silistria ist wieder ein histor. Werk, was Heldentaten der
osmanischen Geschichte erzählt. Bei seinem umfangreichen Werk
die Osmanische Geschichte sind allg. die Kritiker der selben
Meinung, daß er stark von Hammer beeingflußt war, daß der Werk
vielmehr didaktisch geprägt sei statt wissenschaftlich. Das
nicht vollendete Werk wurde von dem II. Abdülhamid unted Zensur
gestellt. In dem Werk „Die Große islamische Geschichte“ (1975)
wurde Namýk Kemal von Schrift stellern wie Ibn Haldun, Ibn Rüþd
beeinflußt.
Wie er den Roman
und das Theater in die türkische Gesellschaft einführte, war
er auch der erste der die Literaturkritik in die türkische Literatur
brachte. Seine wichtigsten Kritiken sind (Tahrib-i Hârâbat)
und Verfolgung. Seine Erzählungen sind sehr lebhaft und bringen
direkt das Wort zu sprache. Den (Tahrib-i Harâbât) hat Namýk
Kemal als eine frei kritiksierung zu der Anthologie Harâbât
(Ruine) von Ziya Paþa geschrieben. Das Werk Verfolgung kritisiert
den zweiten Band der selben anthologie. In seiner Kritisierung
(Mukaddem-i Celal) vergleicht Namýk Kemal die westliche mit
der östlichen Literatur und insbesondere die epischen Galtungen
Drama und Roman.
Auch als Journalist
nimmt Namýk Kemal in der türkischen Kultur eine besondere Stellung
ein. Er schrieb bei Zeitungen, die zu seiner Zeit als Reformisten
galten. Er schrieb 500 verschiedene Artikel über politisch-
gesellschaftliche Probleme, über Literatur, Kunst, Sprache und
Kulturelle Themen. Diese insbesondere zeigten seine überragende
Begabung in der epischen Form und brachte somit eine beeindruckende
Darstellungsweiß mit sich.
Seine bedeutensten
Werke:
Theaterstücke:
Heimat oder Silistria, 1873 (mit dem neuen Alphabet, 1940);
Der hilflose Junge, 1873 (mit dem neuen Alphabet, 1940); Arif
Bey (Herr Arif), 1874 (mit dem neuen Alphabet, 1958); Celaleddin
Harzemþah, 1885 (mit dem neuen Alphabet, 1977); Böse Plage (Kara
Bela), 1908.
Roman: Das
Erwachen, 1876 (mit dem neuen Alphabet, 1944); Cezmi, 1880 (mit
dem neuen Alphabet, 1963).
Kritik: Tahrib-i
Hârâbât, 1885; Verfolgung, 1885; Die Rechtfertigung von Renan,
1908 (mit dem neuen Alphabet, 1962); Brief an Irfan Paþa, 1887;
Mukaddem-i Celal, 1888.
Historische Werke:
Besetzung der Zeit, 1871; Barika-i Zafer (Blitzeroberung),
1872; Evrak-ý Periþan (Ungeortnete Unterlagen), 1872 (mit dem
neuen Alphabet, Kanije, 1874); Die Belagerung von Silistria,
1874 (mit dem neuen Alphabet, 1946); Die osmanische Geschichte,
1889 (mit dem neuen Alphabet, drei Bände 1971-1974); Die große
islamische Geschichte (ö.s.), 1975.
Verschiedenes:
Traum, 1893; Briefe von Namýk Kemal, Verlag Akün, 1972.
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