Osmanische Banknoten und Münzen  
 

Erste Herausgabe, erste Serie (Ýstanbul). 200 Kurusch. Diese Banknote mit der Seriennummer 000002 wurde am 16. Nowember 1863 in Umlauf gesetzt. Sie trägt den Siegel von Ethem Pascha und die Unterschriften von Alléon und Falconnet. Die Beschriftung, die aus einem späteren Zeitabschnitt stammt, ist wie folgt: „5. Juli 1890. Gegeben und als Muster angenommen von Herrn Ch. Holmes. Aufbewahrt von dem verstorbenen Sir Frederic W. Smythe“.

Erste Herausgabe, erste Serie (Ýstanbul). Die Rückseite eines Geldscheins von 200 Kurusch Diese Banknote mit der Seriennummer 005067 wurde am 18. Nowember 1863 in Umlauf gesetzt Auf der Vorderseite des originalen Scheins befindet sich ein Überdruck, der darauf hinweist, da·  diser Schein auch in Silbermünzen herausgegeben wird.

Erste Herausgabe (Ýzmir). Banknotenteile von 200 Piaster. Der Teil mit der Seriennumer 02587? gehört zur IV. Serie. Mit der Unterschrift des Kassierers Cramer, , wird deutlich, dass der andere Teil zur IV oder V. Serie  angehört.

Erste Herausgabe, die Ecken einer Banknote von 200 Piaster. Es steht fest, dass dieses Banknote mit der Seriennummer 032799 und 033448 zu V. Serie (Ýzmir) angehört.Diese Nummer machen es uns noch einmal deutlich, da· im Grunde Nummern benutz worden sind, die im Archivheft leer gelassen wurden.Es ist möglich dass die Scheine mit den Seriennummern 013337 und 014946 zur zweiten Serie (Ýstanbul) oder III. Serie (Ýzmir) angehören.

Erste Herausgabe. II. Serie. Banknotenteile von 5 Lira (OBA) Diese Banknote mit der Seriennummer 041788 wurde am 17. Januar 1874 in Umlauf gesetzt. Teilweise ist es  möglich an  die Unterschriften von Alléon und Smythe zu treffen.

Erste Herausgabe. Erste Serie. Die Ecken einer Banknote von 5 Lira.

Erste Herausgabe. III. Serie. Banknoteinteile von 5 Lira (OBA). Diese Banknote mit der Seriennummer 065932 wurde am 11. Mavi 1875. in Umlauf gesetzt Nur ein kleiner Teil des Siegel von Ohannes Çamiç Efendi ist lesbar. Die Unterschrift von Smyhte dagegen ist deutlich sehbar.

Erste Herausgabe. III. Serie Banknotenecken von 5 Lira.

Dritte Herausgabe. I. Serie. Banknotenteile von 5 Lira (OBA). Diese Banknote mit der Seriennummer 164989 wurde am 20. Juli in Umlauf gesetzt. Die Unterschriften von Foster und Beauvais sind lesbar.

Dritte Herausgabe. I. serie. Banknotenecken von 5 Lira (OBA).

Erste Herausgabe. Eine Banknote von 2 Lira (TÝ). Diese Banknote mit der Seriennummer 019269 wurde am 27 Nowember 1869 in Umlauf gesetzt. Trägt den Siegel von Herr Aristidi und die Unterschriften von Alléon und Smythe. Mit dem “ANNULE” Stempel wird bezeugt da· die  Banknote annuliert worden ist. Und mit “PAYÉ”  Perforation versteht man, dass sie bezahlt worden ist.
Den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde diese Banknote am 12 September 1870 annuliert.

Papiergeld mit Tughra von Murad V. im Wert von 50 Kurusch. Dieses Papiergeld, mit der Nummer 6-36514, den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde am 5 Oktober 1876 numeriert. Trägt den Siegel von Galip Pascha.


Papiergeld mit Tughra von Murad V. von 20 Kurusch (TÝ). Dieses Papiergeld, Nummer 2-31208 den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde am 30. August 1876, an dem Tag Sultan Murad V. entthront wurde, numeriert. Trägt den Siegel von Galip Pascha.

Papiergeld mit Tughra von II Abdulhamid, von 100 Kurusch. Dieses Papiergeld mit dem Nummer 38415 den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde am 30 Januar 1877 numeriert. Trägt den Siegel von Galip Pascha.

Das Papiergeld von 5 Kurusch, mit Tughra von Abdulhamit II. Dieses Papiergeld mit der Nummer 30924 den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde am 13. Juni 1877 numeriert. Es trägt den Siegel von Mehmed Kani Pascha.

Grün and blau farbige Muster des Papiergelds von 1 Kurusch, mit Tughra von Abdulhamit II. Das blaue Papiergeld mit der Nummer 9-00022, den offiziellen Eintragungen der Osmanischen Bank nach, wurde am 21 Februar 1877, das Grüne jedoch am 15. April 1878 numeriert. Das erste trägt den Siegel von Galib Pascha und das zweite von Yusuf Ziya Pascha.

II. Herausgabe, II Serie. Eine Banknote von 1 Lira. Diese Banknote mit der Nummer 029054 wurde am 8. Nowember 1890 in Umlauf gesetzt. Trägt den Siegel von Mazhar Bey und die Unterschriften von Vincent und Beauvais.

Die Banknotenecken von I Lira der II. Serie (OBA). Drei von diesen Banknotenecken (Nummer:00001, 08000, 11111) gehören zur I. Serie , und die andere (045000) gehört zur II. Serie an.


Die Vorder-und Rückseite einer Kassenquittung von 20 Lira, die als eine Banknote gebraucht wurde. Durch die perforierte Aufschrift “SPECIMEN B.W.&C”, ist erkennbar, da· diese Quittung von der Druckerei Bradbury, Wilkinson & Co. geschickt worden ist. Dieses Muster trägt die Nummern 0001 und 2000, die sich in der ersten Abschnittsleiste befinden, welche 20 Seiten umfa·te. Dieses Exemplar zeigt die damals gebräuchliche Kassenquittung in ihrer ersten Form, d.h. bevor die Leerstellen mit dem Namen des Geldempfängers bedruckt wurde.


Die Vorder-und Rückseite einer Kassenquittung von 100 Lira, die als eine Banknote gebraucht wurde. Diese Quittung ist nicht von der Abschnittsleiste herausgerissen und mit diesem Grund nicht in Umlauf gesetzt worden, genau so wie das Muster von 20 Lira.

IV. Herausgabe. I. Serie. Banknotenmuster von 100 Lira.Dieses unnumerierte Muster trägt den “SPECIMEN” Stempel und die “battal” Preforation. Die Unterschriften von Deffés und Tristram sind lesbar. Da Abdulhamid II. nach einer kurzen Zeit der Einführung dieser Banknote entthront wurde, wurde diese au·er Umlauf gesetzt und vernichtet. Originale Banknoten dieser Serie sind nicht mehr Vorhanden.

IV. Herausgabe. Die Vorder-und Rückseite einer Banknote im Werte von 50 Lira. Diese Banknote mit der Nummer 3582 wurde am 8. April 1910 in Umlauf gesetzt. Die Unterschrift von “Nikolaidis” und der Stempel “Krikor N. Garabedian-Constantinople” auf der Rückseite deuten höchstwahrscheinlich auf die Namen der Geldwechsler oder der Handelmänner die diese Banknote im Besitz hatten.

V. Heraugabe (Istanbul). Diese Banknote im Wert von 1 Lira die auf der Vorder-und Rückseite mit der Nummer 000001 A trägt, ist die erste Banknote, die am 17 August 1914 in Umlauf gesetzt wurde. Trägt die Unterschriften von Ferid Bey, Nias und Tristram. Diese Nummern wurden auf die Rückseite der Kassenquittungen der Osmanischen Bank von der Druckerei Zellich gedruckt.

Auf die Rückseite diese Quittung, die die Banknote bildet, wurden dünne und rote Linien gedruckt. Diese Banknote ist das einzige Exemplar dieser Serie von deren Existenz man bis zu nahen Gegenwart keine Kenntnisse hatte.

Es wurde, bei der Aufeinanderlegung von einer Kassenquittung und der Istanbul Herausgabe der Banknote im Werte von 1 Lira festgestellt, da· aus einer Kassenquitting vier Banknoten erhalten werden können VI. Herausgabe. Die Vorder-und Rückseite einer Banknote im Wert von 1 Lira, Diese Banknote mit der Seriennummer 06411590 wurde am 4. Nowember 1914 in Umlauf gesetzt. Trägt die Unterschriften von Ferid Bey, Nias und Tristram.

 

Auf der Rückseite der Papiergeldern von 1876-1878 befinden sich die Siegel der Finanz Ministern: Nazýr-ý Maliye (Finanzminister) Galib-fi 5 Recep sene 293 (Galib Pascha 27 Juli 1876); “Nazýr-ý Maliye- Yusuf-fi 17 Muharrem sene 1294” (Yusuf Ziya Pascha 1 Februar 1877); “Nazýr-ý Maliye-Mehmed Kani- fi 15 Muharrem sene 1295” (Mehmet Kani Pascha, 19 Januar 1878).

Siegel der Osmanischen Bank auf der Rückseite der Papiergeldern von 1876-1878. Alle Banknoten au·er I. Kurusch Papiergeldern trägen den Siegeldruck “Enregistre par la Banque Imperiale Ottomane constantinople” (Registriert von Osmanischer Bank-Ýstanbul) und dem Jahr 1876 oder 1877.

Für die Erklärung der nichtübereinstimmenden Daten der Thronbesteigung von Orhan Gazi. sind diese Münzen von grosser Bedeutung.

Über die Daten vom Tode Osman Gazi‘s und damit im Zusammenhang über den Regierungsantritt von Orhan Gazi gibt es von 710 (1310) bis 727 (1327) verschiedene Ansichten Im Gegensatz zu diesen Ansichten erfährt man, aus einer wichtigen Vermächtnisurkunde 723 (1323), da· Osman Gazi zu dieser Zeit noch am Leben war.Aber im Gegensatz dazu erfahren wir aus einer anderenVermächtnisurkunde das Osman im Jahre 724 verstorben ist und bezüglich zu dies, machte Orhan seinen Regierunsantritt.

Diese Münzen machen es deutlich, da· Orhan im Jahre 724 (1324) an die Macht kam.

Nr: 1 Silbermünze (AR) Ø 18 mm, 1g.

Vs: 1 Lâilâhe illahlah Muhammedün Rusulullah (es gibt keinen Gott ausser Allah und Muhammed ist der Gesandter Allahs)

Rs: Lehu duribe Orhan bin Osman Bursa 3

Nr: 2 Silbermünze (Akçe) (AR) 13 mm, 0,92g

Vs: Sultan Mehmed Sohn des Bayezid Zide

Rs: Duribe Amasya 812 Hullide mülkühü Han

Çelebi Mehmed I. hat 816 (1413) in verschiedenen Städten viele Münzen ausprägen lassen. Auf der Vorderseite ist die Formel angebracht: Sultan Mehmed Sohn des Selim Chan. Obwohl diese Münze mit all ihren Eigenschaften denen von 816 gleichen, unterscheiden sie sich durch das Datum. Es ist nicht 816 sondern 812.

Nr: 4 Silbermünze (AR) Ø 11mm, 0,62g

VS: Sultan Selim Chan Sohn des Beyazýd Chan.

RS: Azze nasrühü duribe Harput sene 917 (mächtig sei seine Hilfe, Prägefahr 917)

Nr: 5 Silbermünze (AR) Ø 12mm, 0,55g

VS: Sultan Selim Chan Sohn des Beyazýd Jahr 668

RS: Azze nasrühü  (mächtig sei seine Hilfe)

Diese gehören zu Selim I.. Er trat an die Macht im Jahre 918 (1512). Die Münze Nr 4 aber zeigt das Jahr 917. Da Sultan Selim am 24. April 1512 (7 Safer 918) Chan wurde, wurde das Jahr 917 auf diese Münze falsch aufgedruckt. Es musste akzeptiert werden, dass die Zahl act in der Altschrift auf die Münze verkehrt gedruckt wurde und verwandelte.sich in die Form von sieben.

Münze von Süleyman I. (der Gesetzgeber). Ist Gold. Geschlagen in Ciddah. Auf der Vorderseite steht “Süleyman Sohn des Beyazýd.” Süleyman I lieβ den Namen seines Grossvaters Beyazýd Chan auf die Münze drucken. Unterscheidet sich von anderen Münzen durch die Extra Aufdrücke auf der Vorderseite wie z.B. lillah und auf der Rückseite el-izzi. Cidda ist eine grosse Stadt am Roten Meer und ist gleichzeitig die Hafenstatdt zu Mekka

Nr: 6 Gold: Ø 18 mm; 3,55 g

VS: Daribün nadri lillah sahibül izzi vennasri filberri velbahr

RS: Es sultan-ül izzi Süleyman bin Selim bin Bayezid Han azze nasrühü duribe Cidde.

Gehört Süleyman I. (der Gesetzgeber) . Geschlagen in Balya, eine Provinz von Bursa. Unter den Osmanischen Münzen wurden bis damals keine in Balya ausgeprägt. Sogar im Katalog von Peter Jaeckel, veröffentlicht 1968 in Wiesbaden, worin er die Münzstätte aufzählt, befinden sich diese Namen nicht. In dieser Hinsicht wurden diese beiden, Cidde and Balya auf der Liste der Osmanischen Münzstätte angefügt.

Nr: 7 Silbermünze (AR) Ø 13, mm, 0,79g

VS: Sultan Süleyman Schach Sohn des Selim Chan Geschlagen in Balya, 926

RS: Azze na (srühü) duribe  (Maechtig sei seine Hilfe)

Münze von Sultan Süleyman I. Über diese Münze gibt es eine Erklaerung in einem Katalog namens Meskükat-ý Osmaniye verfaβt von Halit Ethem, wie folgend: In einer Privatsammlung trifft man an eine Kupfermünze geschlagen in Aleppo (Haleb). Auf der Vorderseite trägt sie “azze nasýrühü duribe Aleppo, 934. (Mächtig sei seine Hilfe, geschlagen in Aleppo, 934) Obwohl das Bild auf der Münze nicht deutlich ist, ist es lesbar.

Auf diese Kupfermünzen kann man in anderen Katalogen nicht treffen 

Nr: 8 Mangýr; Ø 12mm, 3.05g

VS: Sikke-i sahib-i zaman

RS: Azze nasrühü duribe (Mächtig sei seine Hilfe)

Auch diese Münze gehört Sultan Süleyman I. Geschlagen in Konstantiniye. Obwohl die Münzen in Konstantiniye im Jahre 926 geprägt sind, ist das Prägejahr dieser Münze 962. Daraus kann man die Feststellung machen, daβ die Ziffern zwei und sechs umgekehrt auf die Münze gedruckt worden sind.

Nr : 9  Silbermünze (AR) Ø 12 mm; 0,75g

VS: Sultan Süleyman Schach Sohn des Selim Chan

RS: Hullide mülkühü duribe Konstantiniye 962 (Ewig sei seine Macht,Konstantiniye 962)

Silbermünze von Selim II.. Sie ist die einzige Münze von ihm die in Hudeyde geprägt worden ist. Bis jetzt konnte man ihrer gleichen nicht antreffen.

Nr : 10 Silbermünze (AR) Ø 10 mm; 0,58g

VS: Sultan Süleyman Schach Sohn des Selim Chan

RS: (Azze) nasrühü duribe Hudeyde  (Mächtig sei seine Hilfe, geprägt in Hudeyde)

Silbermünze von Murad III. Geprägt in Bagdat. Trägt  eine Tughra und mit dem Ausdruck Gazi (Frontkämpfer).

Nr : 11, dirhem aus silber;  Ø 18 mm; 2,95g

VS: Tugra han azze nasrühü (duribe) Bagdat

RS: Sultan Murad Chan Gazi Sohn des (Selim)

Diese Münze “Mangýr” von Murad III. wurde in Erzurum im Jahre 982 geprägt. Auf der Rückseite trägt sie die Tughra von Süleyman (cachet de Soloman) in der sich ein sechseckiger Stern befindet. Obwohl sie auf beiden Seiten keine Namen trägt, ist sie in Form von Osmanischen Kupfermünzen. Das Prägejahr ist der Zeit Murad III. entsprechend.

Nr: 12 Mangýr; Ø 16 mm, 1,40g

VS: (in der Mitte) Erzurum, (am Rand) 982

RS : Tughra von Süleyman mit sechseckige Stern.

Diese Münze, genannt Rumi, ist eine Goldmünze von Mahmut II., die im 13. Jahr seines Regierungsantritts geprägt wurde. Das Jahr des Regierungsantritts bildet die Eigenschaft dieser Münze. Denn, Mahmud II. lieβ seine Rumi Münzen von seinem neunten Regierungsjahr bis zum Ende seinen zwölften Regierungsjahr prägen. An die Gleichen dieser Münzen, die im 13. Regierungsjahr geprägt wurde,konnte man bis heute nicht antreffen.

Nr : 13 Gold;  Ø 28 mm  4,43g

VS : Tughra (an der rechten Seite befindet sich eine Blume)

RS : (13) duribe fi Konstantiniye 1223

Zur Zeit Mahmud II. wurden auch Goldmünzen als Schmuckgegenstand geprägt, genannt Pul. Es besteht die Ansicht , daβ die Frauen diese Münzen als Schmuck getragen haben.

Nr: 14 goldene Schmuckmünze “Pul” ; Ø 5-9 mm; 0,12g

VS: Mond

RS : Stern

 

Obwohl die Münzen, die in den ersten und  zweiten Jahren der Herrschaft des letzten Osmanischen Sultans Mehmed VI. (Vahidüddin) 1336-1341 (1918-1922)  geprägt worden sind, der 4 Jahre, 3 Monate und 28 Tage regiert hatte, immer vorkommen, trifft man auf die, die ab dieser Zeit geprägten Münzen überaus sehr selten.

Quelle : Prof. Dr. Edhem Eldem: “Osmanlý Bankasý Arþivi”
Tahsin Ýþbiroðlu: “Osmanlý Bankasý Banknotlarý (1863-1914)”
“Ýstanbul, 1999”


 

 
 
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